Schweinfurt

Alternativen zur Fachkräftesicherung: Menschen mit Behinderung

„Den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember möchte ich zum Anlass nehmen, um auf diesen Personenkreis als Potenzial für die vielfach gesuchten Fachkräfte hinzuweisen“, so Thomas Stelzer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, in einer Pressemitteilung.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt wurden in den vergangenen zwölf Monaten durchschnittlich rund 5000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet. Rund 80 Prozent davon sind Arbeitsstellen für Fachkräfte und Experten beziehungsweise Spezialisten, und 20 Prozent sind Arbeitsstellen für Helfertätigkeiten.

Demgegenüber standen im gleichen Zeitraum durchschnittlich 7383 arbeitslose Menschen, von denen etwa 65 Prozent beim Hauptberufswunsch Tätigkeiten mit den Anforderungsniveaus Fachkraft, Spezialist oder Experte angegeben haben und entsprechend etwa 35 Prozent, die sich eine Helfertätigkeit wünschen.

Die Chancen, dennoch eine Fachkraft zu finden, erhöhen Arbeitgeber, wenn sie nicht die hundertprozentig passende Kraft suchen, sondern auch Kompromisse eingehen.

"Sehr loyale Mitarbeiter"

Potenzial steckt auch bei Menschen mit Schwerbehinderung. Diese sind im Mittel sogar etwas höher qualifiziert als arbeitslose Menschen ohne Schwerbehinderung. „Man bekommt nicht nur sehr loyale und motivierte Mitarbeiter, sondern die Agentur für Arbeit Schweinfurt unterstützt Arbeitgeber bei Einarbeitungs- oder Umschulungsmaßnahmen“, erläutert Stelzer.

"Um konkurrenzfähig zu bleiben, benötigen Betriebe vor allen Dingen eines: Fachkräfte. In Zeiten der voranschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt wird dies nur noch viel deutlicher. Die Zeiten, in denen man sich aus einer Vielzahl von Bewerbern die Besten aussuchen konnte, sind schon längst vorbei. Daher gilt es über alternative Wege der Fachkräftesicherung nachzudenken", so Stelzer im Pressetext.

Auch in der Entwicklung von Fachkräften aus der eigenen Belegschaft stecke ein großes Potenzial. Hierzu berät die Agentur für Arbeit Betriebe seit Jahresbeginn verstärkt, insbesondere über die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes, durch das die Weiterbildungsmöglichkeiten für Beschäftigte massiv ausgeweitet wurden.

Unter der kostenfreien Nummer (0800) 4555520 erreichen interessierte Arbeitgeber ihren Arbeitgeber-Service vor Ort. Die Mitarbeiter beraten zu Unterstützungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit rund um das Thema Fachkräftesicherung.

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