Oberschwarzach

Am Oberschwarzacher Generationenplatz geht es voran

Beim Generationenplatz gehen die Arbeiten voran. Aktuell stehen die Mauer- und Betonarbeiten auf dem Plan. Für die bestellten Spielgeräten gibt es eine Lieferzeit von 15 Wochen. Foto: Gudrun Theuerer

Damit ausreichend Abstand eingehalten werden kann, tagte der Marktgemeinderat von Oberschwarzach bei seiner jüngsten Sitzung in der frisch renovierten Turnhalle der Grundschule. Bürgermeister Manfred Schötz informierte zu Beginn darüber, dass die Sitzung keine Veranstaltung im Sinne des Infektionsschutzgesetztes sei. Weiterhin sei der Grundsatz der Öffentlichkeit gegeben, da man auch zusätzliche Pulte für mögliche Zuhörer in entsprechendem Abstand aufgestellt hatte. Auch die nächste Sitzung wird wohl in der Turnhalle stattfinden, so das Ortsoberhaupt in seiner Einleitung.

Drei Bauangelegenheiten wurde dann besprochen. Zunächst ging es um ein Bauvorhaben bei dem bereits die Voranfrage positiv beantwortet worden war. So stimmten die Räte dann auch dem Neubau eines Einfamilienhauses in Oberschwarzach den Befreiungen mit 7:4 Stimmen zu. Die Bauherren dürfen nun mit einem Kniestock von 2,25 Metern, einer Dachneigung von 25 Grad und einem Flachdach auf der Garage bauen. 

Beitrag zur Verdichtung des Altortes

Für den Neubau eines Einfamilienhauses in Breitach wurde von den Bauherren ein Vorbescheid angefragt. Hinter dem Bettenhaus des Gasthauses Schimmel soll ein alters- und behindertengerechtes Wohnhaus entstehen. Im Gegenzug kann dann das bisherige Wohnhaus für Feriengäste genutzt werden. Die Erschließung würde über das bestehende Grundstück erfolgen, die Kosten dafür übernehmen die Bauherren. Das Grundstück ist zwar im Flächennutzungsplan berücksichtigt, allerdings gibt es dafür keinen Bebauungsplan. Da solche Flächen vorrangig genutzt werden sollen, weil sie zur Innenentwicklung und zur Verdichtung des Altortes beitragen, kann das Vorhaben auch von der Gemeinde nur befürwortet werden, so Bürgermeister Schötz.

Wahrscheinlich wird der Marktgemeinderat auch seine nächste Sitzung in der neu renovierten Turnalle der Grundschule abhalten. Foto: Gudrun Theuerer

Unklar ist,  ob das Landratsamt die Lage als "innerorts" oder "außerorts" sieht, was die Erstellung eines Bebauungsplans zur Folge hätte. Das Gremium stimmte dem geplanten Neubau ohne Gegenstimmen zu unter der Voraussetzung, dass die Erschliessungskosten sowie alle weiteren Kosten von den Bauherren übernommen werden.

Für einen Bauplatz in Wiebelsberg lag ebenfalls ein Antrag auf einen Vorbescheid vor. Hierbei ging es um die Befreiung der Baugrenze und die Aufhebung der Abstandsflächen zum Nachbargrundstück nach Osten, da das Grundstück mit 16 Metern sehr schmal ist.

Auch hier gilt der Grundsatz, Baulücken vorrangig zu schließen, wodurch diesem Bauvorhaben ebenfalls einstimmig zugestimmt wurde, zumal das Nachbargrundstück der Gemeinde gehört und nicht bebaut wird. Voraussetzung für die Zustimmung war allerdings, dass keine baurechtlichen, naturschutzrechtlichen oder ähnliche Belange beeinträchtigt werden.

Neues zum Baugebiet Tannenbühl II

Im Anschluss informierte Schötz über den aktuellen Stand beim Baugebiet Tannenbühl II in Wiebelsberg und dem Generationenplatz in Oberschwarzach. Die Erschliessung in Wiebelsberg ist angelaufen und beim Generationenplatz stehen aktuell die Mauer- und Betonarbeiten auf dem Plan. Für die bestellten Spielgeräten gibt es aktuell eine Lieferzeit von 15 Wochen.

Quartiersmanagerin Anneke Schilling informierte in der Sitzung darüber, dass aufgrund der aktuellen Corona-Situation zahlreiche Veranstaltungen ausfallen und das Netzwerken daher aktuell etwas schwierig ist.

Auf die Frage von Bürgermeister Schötz ob und wie für die Senioren in der Marktgemeinde ein Fahrdienst, zum Beispiel für Hilfe beim Einkauf, eingerichtet werden soll, berichtete Schilling, dass ihre Rückfrage bei den Senioren der Marktgemeinde ergeben hatte, dass dies noch nicht notwendig sei. Bei Bedarf können sich die Bürger direkt an Anneke Schilling oder die Marktgemeinde wenden, so Schilling.

Bürger sollen ihren Wasserverbrauch prüfen

Im Anschluss war der Wasserverlust des Jahre 2019 ein Thema. Im nächsten Amtsblatt sollen die Bürger aufgefordert werden, ihren Wasserverbrauch zu überprüfen und gegebenenfalls Unstimmigkeiten zu melden. Eventuell könnte es aber auch sein, dass einzelne Haushalte bei der Abrechnung übersehen worden sind.

Marktgemeinderat Georg Solf informierte seinen Kollegen darüber, dass er aufgrund des Zeitungsartikels über den Bürgermeisterkandidaten Alfons Hespelein diesem einen persönlichen Brief geschrieben habe, um auf die dort aufgestellten, seiner Meinung nach, falschen Behauptungen zu reagieren. Zu sieben Aussagen nahm er dabei Stellung, unter anderem dazu, dass die Bürger gerade bei Großprojekten nicht mitgenommen werden würden. Alleine in der aktuellen Periode seien so viele Veranstaltungungen mit Bürgerbeteiligungen durchgeführt worden, wie nie zuvor. In seinem Brief verwies Solf auf 18 Themen, die bei öffentlichen Veranstaltung, zum Teil auch mehrfach, bearbeitet worden waren, unter anderem das Gemeindeentwicklungskonzept, das Energiekonzept, das Nutzungskonzept für das Schloss, der Generationenplatz, die Umgestaltung der Friedhöfe, die barrierefreie Gemeinde oder der Bürgerbus.

Asbesthaltiger Müll auf Brennholzlagerplatz

Zum Abschluss berichtete Bürgermeister Manfred Schötz darüber, dass die fachkundige Stelle für Wasserwirtschaft das Landratsamt Schweinfurt darauf hingewiesen habe, dass auf dem gemeindlichen Grundstück in Wiebelsberg, dem Brennholzlagerplatz, Abfälle (unter anderem asbesthaltige Wellzementplatten und eingewachsene landwirtschaftliche Geräte) abgelagert sind. 

Das Landratsamt Abfallrecht/Bodenschutzrecht habe den Markt Oberschwarzach daher angewiesen, in geeigneter Weise dafür Sorge zu tragen, dass die Abfälle baldmöglichst beseitigt und nachweislich ordnungsgemäß entsorgt werden. Der Markt hat die betreffenden Pächter bereits angeschrieben.

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