Schraudenbach

Am Schwammspinner scheiden sich die Geister

Im Landkreis Schweinfurt hat sich das Schadinsekt massiv vermehrt.

Wurde in den Wäldern im Landkreis Schweinfurt zuviel oder zuwenig Chemie eingesetzt, im Kampf gegen die Raupen des Schwammspinners? Die blattfressenden Larven haben sich in diesem Frühjahr wieder rasant vermehrt, nach fehlendem Frost und warmem Winter. Vor wenigen Wochen wurde der Schädling, je nach Lesart, "bekämpft" oder "begiftet".

Der Staatsforst von Schraudenbach (Gemeinde Werneck) gehörte nicht zu den beflogenen Flächen. Nun tummeln sich im Wald und einer angrenzenden Siedlung die Schmetterlings-Larven, zum Ärger der Anwohner: Die fordern vom Forstamt Schweinfurt, nächstes Jahr wieder den Hubschrauber aufsteigen zu lassen. Auch andernorts sind Klagen zu hören. So berichtete Bürgermeister Ewald Vögler im Grettstädter Gemeinderat von massiven Schäden, nachdem auf Gemeindegebiet weitaus weniger Risiko-Flächen beflogen worden seien als ursprünglich geplant. Auf der anderen Seite kritisieren der Bund Naturschutz und andere Umweltschützer enorme Verluste an mitvernichteten Insekten, wie Bienen oder gefährdeten Schmetterlingsarten. Auch Vögel würden nach einer Sprühaktion keine Nahrung mehr finden. Sicher ist: die immer häufiger auftretende Massen-Vermehrung der Schadschmetterlinge hängt mit dem Klimawandel zusammen.

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