WERNECK

Anti-Rassismus-Schilder an Schulen und Rathaus

Die Gemeinde beteiligt sich an der bundesweiten Aktion „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Nach einem Antrag der Gemeinderatsfraktion „Freie Wähler Gemeinschaften“ werden am Rathaus und an den Schulen entsprechende Schilder angebracht. Allerdings führte das Gremium vor dem positiven Beschluss eine Grundsatzdebatte über die Aktion.

Wie Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl sagte, halte man eine Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz „Schweinfurt ist bunt“ nicht für nötig. Auch der Empfehlung, den Kulturausschuss damit zu beschäftigen, das Projekt Vereinen näherzubringen, soll nicht entsprochen werden.

Mit der Feststellung „Werneck braucht das nicht“, stieß Peter Vanselow die Diskussion über den Sinn der Schilder-Aktion an. Werneck habe bewiesen, dass man mit ausländischen Mitbürgern, Randgruppen und Kranken „gut leben könne“. „Jeder von uns hat den nötigen Respekt“, sagte Vanselow: „Wir sollten mit unserem Vorbild vorangehen und nicht mit Plaketten.“ Er plädierte deshalb für eine Ablehnung des Antrages. Seine Meinung teilte Erich Eichelmann, der allerdings ein Problem sah, „wenn es jetzt in der Presse steht“.

Ewald Öftring begrüßte dagegen die Schilder, weil sie „unsere Einstellung nach außen sichtbar machen“ und der Bevölkerung dokumentierten, „dass Rechtsextremismus in Werneck keine Chance hat“. Dies könnte auch Anstoß sein, über das Thema zu diskutieren. Auch Birgit Schmitt fand es wichtig, „immer daran zu erinnern“.

Roswitha Ziegler vertrat die Ansicht, dass es mit Schildern allein nicht getan sei. Es „bräuchte auch Aktionen, etwa in Schulen und Vereinen, „als erzieherischen Aspekt“.

Vanselow blieb dabei: Schilder plakatierten vielleicht ein „gutes Gewissen“, seien aber nicht von Relevanz. „Das entbindet niemanden von Respekt.“ Eher folgen könne er Zieglers Vorschlag, sich aktiv mit dem Thema zu beschäftigen, etwa im Rahmen des Kulturfrühlings. Jürgen Niesner fand, dass das eine das andere nicht ausschließe. Außerdem „schadet es nicht, das Zeichen täglich zu sehen“. Bei drei Gegenstimmen befürwortete der Rat letztlich die Aktion. Gruppen und Vereine sollen laut Beschlussvorschlag von Baumgartl „für sich entscheiden“, ob und wie sie dies aufgreifen.

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