GRAFENRHEINFELD

Atomkraftgegner: „Erlebnistag im Kindergarten“

Kritik vom Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft erntet das Unternehmen Preussen-Elektra für seine Ankündigung, am 1. Dezember die Bevölkerung im Informationszentrum über den Rückbau des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld (KKG) zu informieren.

Dabei soll unter anderem die natürliche Radioaktivität in einer Nebelkammer und beim Messen mitgebrachter Fliesenreste gezeigt werden. Diese Aktion bewegt sich laut Atomkraftgegner auf dem Niveau eines „Erlebnistages im Kindergarten“.

„Pfad der Verharmlosung“

Preussen-Elektra solle den „Pfad der Verharmlosung“ verlassen, auf dem stets die natürliche Strahlung thematisiert werde. Die Strahlenbelastung, die unter anderem vom hochradioaktiven Müll des Atommeilers ausgehe, sei vielmehr hausgemacht. Das Aktionsbündnis fordert das Unternehmen auf, einen „offenen und ehrlichen Dialog“ zu führen.

Keine Freigabe von Stoffen

Dabei müsse es um die Behandlung des Abbruchmaterials aus dem KKG gehen. Die Kritiker zitieren eine Forderung des Bundes Naturschutz, wonach „anstelle der undeklarierten Freigabe von radioaktiven Stoffen“ die Materialien gesondert und gegen Freisetzungen gesichert aufbewahrt werden sollen. Zudem halten sie das so genannte „Zehn-Mikrosievert-Konzept“ beim Abbau des KKG und der Freigabe des Materials für ungeeignet.

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