GRAFENRHEINFELD

Atomkraftwerk-Rückbau: Betreiber sucht Gespräch

Zum Rückbau des Atomkraftwerkes sucht Preussen-Elektra das Gespräch. Foto: Anand Anders

Wie wird der Rückbau des Kernkraftwerks im Detail funktionieren? Landrat Florian Töpper, Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé und die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der umliegenden Orte bekamen dazu Informationen aus erster Hand von Betreiber Preussen–Elektra, dem Nachfolger von E.on Kernkraft. Bernd Kaiser, der den Rückbau verantworten wird, ging darauf bei einem Info-Gespräch am Montag ein, so KKG-Pressesprecher Herbert Liebhaber. Auch Guido Knott, der Vorsitzende der Geschäftsführung, war nach Grafenrheinfeld gekommen.

Gezielt Gruppen informieren

Kaiser habe einiges erklärt, die Frage der Massenerfassung zum Beispiel. Wieviele Kabel liegen, wie dick ist eine bestimmte Stelle – all das muss erfasst werden. Man wolle gezielt Gruppen informieren, so Liebhaber und so informieren über den Rückbau, gesetzliche Änderungen und Vorgaben, wie zum Beispiel das neue Atomgesetz.

Außerdem scheint sich gezeigt zu haben, dass im Nachklapp des Erörterungstermins noch Gesprächsbedarf besteht. Dafür ist ein Gespräch im kleinen Kreis besser geeignet als eine sehr juristisch geprägte Veranstaltung wie der Erörterungstermin. „Es ist uns wichtig, im Gespräch zu bleiben.“

Kraftwerksgespräch am 21. März

Nach den regionalen Politikern stehen die Medien an, außerdem ist auch wieder ein Kraftwerksgespräch geplant: Das Datum steht fest: 21. März. Auch hier soll es konkret um den Rückbau der Anlage in Grafenrheinfeld gehen. Auch die Anwohner und Bewohner der umliegenden Orte will der Konzern informieren. Konkretes ist noch nicht geplant, Liebhaber könnte sich aber eine Veranstaltung im Info-Center in Grafenrheinfeld vorstellen.

Bei dem Gespräch wurden auch Themen aufgegriffen, die beim Erörterungstermin zur Sprache kamen, so Liebhaber. Die Frage, wie es mit der Werksfeuerwehr weitergeht, zum Beispiel. Sie wird auf lange Sicht bleiben, so Liebhaber. Ihm ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass es mit den Feuerwehren der umliegenden Gemeinden immer spezielle Übungen gegeben habe, was Einsätze im Atomkraftwerk angeht. „Da konnten wir gewisse Ängste nehmen.“

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