Gerolzhofen

Auf der Gerolzhöfer Krippenstraße in den Advent

Museumsleiter Klaus Vogt hat im Nordturm des Steigerwalddoms Schachteln mit Krippenfiguren  entdeckt. Einige davon sind jetzt beim Krippenweg zu sehen.
Die Spitalstraße wird wieder zum Krippenweg. Besondere Figuren sind im Rathaus zu sehen. Im Bild (von links) Museumsleiter Klaus Vogt mit Gisela und Bruno Steger vom Kripperles Stübla. Foto: Susanne Wiedemann

Es gibt mehr Krippen zu sehen. Und Figuren, die schon lange niemand mehr angeschaut hat. Am Freitag, 29. November, wird um 17 Uhr die Gerolzhöfer Krippenstraße in der Spitalkirche eröffnet. Die Vorbereitungen laufen. Das merkt man, wenn man durch die Stadt läuft. In manchen Fenstern stehen schon Krippen. Und in der Rüstkammer ist auch schon einiges aufgebaut.  

Museumsleiter Klaus Vogt und Krippenexperte Bruno Steger zeigen heuer einige besondere Dinge, erzählen sie bei der Advents/Weihnachtsprogramm-Vorstellung. Klaus Vogt hat ganz oben im vierten Stock des Südturms der Stadtpfarrkirche Kartons entdeckt, die verschiedene Krippenfiguren, fast alle aus Gips, enthalten. Die Figuren waren nicht alle in einem guten Zustand, sagt er. Deswegen hat er sie liebevoll gebadet, mit Wasserfarben aufgefrischt.   

Kein komplettes Ensemble vorhanden 

Entstanden sind sie wahrscheinlich um die Jahrhundertwende. Ein komplettes Ensemble mit Maria, Josef, Jesus, Hirten, Ochs und Esel gibt es nicht. Vogt vermutet, dass die Figuren Reste von ehemaligen Krippen sind. Vielleicht sorgten sie mal im Spital oder bei den Erlöserschwestern für Weihnachtsstimmung.

Aus den Einzelteilen eine neue Krippe zusammenzusetzen, wäre keine so gute Idee, meint Vogt. Die Figuren passen weder stilistisch, noch größenmäßig zusammen. "Riesenkamel, dazu kleiner Kameltreiber", beschreibt Vogt seine Fundstücke. Für die Rüstkammer hat er einen Hirten kurzerhand zum Kameltreiber gemacht, damit die Größenverhältnisse passen. Ungewöhnlich auch ein schwarzer Elefant, der gleich die Blicke auf sich zieht.   

Bruno Steger hat versucht, etwas über die Herkunft der Figuren herauszubekommen. Sie tragen nämlich Stempel, bestehend aus drei Buchstaben.  Einige zum Beispiel ALP. Das steht für Adolf Lutz Prichsenstadt. Bis zum Ende der 1960er-Jahre gab es hier eine Manufaktur – das hat Steger nicht gewusst.     

An die 25 Krippen sind in der Spitalstraße zu sehen. Wer Lust auf mehr hat: In ihrem Kripperles Stübla in der Saartstraße 7 hat Familie Steger eine beachtliche Krippensammlung. Bruno Steger bittet um Voranmeldung unter Tel.: (09382) 8889.

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