SCHWEINFURT

Auf der Todesliste der Stasi

Wolfgang Welsch

Anlässlich des 24. Jahrestages des Mauerfalls sprach der Zeitzeuge Wolfgang Welsch (Jahrgang 1944) zum Thema „Ich war Staatsfeind Nr. 1 – Als Fluchthelfer auf der Todesliste der Stasi“.

Das Ziel des Vortrages bestand darin, den Schülern deutlich zu machen, dass es das Wichtigste sei, frei zu sein, und dass dies keine Selbstverständlichkeit sei. Und: Mit wider-ständischem Handeln kann man auch als Einzelperson massives Unrecht eines diktatorischen Staates wirksam bekämpfen, so Wolfgang Welsch.

Die Vita des Referenten, der wegen seines Widerstandes vom SED-Staat mit allen Mitteln bekämpft wurde, ist außergewöhnlich: Wolfgang Welschs Flucht aus der DDR scheiterte 1964, weshalb er sieben Jahre als Polit-Häftling im Gefängnis war. Nach seinem Freikauf 1971 war er erfolgreicher Fluchthelfer. 220 DDR-Bürgern ermöglichte er den Weg in die Freiheit, heißt es in einer Mitteilung.

Um ermessen zu können, was Freiheit bedeutet, äußerte er pathetisch: „Freiheit ist wie Liebe, die uns überwältigt.“ Am 24. März 1971, nach 2430 Tagen Haft, war er kurz nach der Einreise in die Bundesrepublik von diesem starken Gefühl erfasst und überwältigt.

Welschs Motivation, in der Folgezeit als Fluchthelfer aktiv zu sein, war, Vergeltung zu üben für Folter, Demütigung und Unrecht, das er nach eigenen Worten in verschiedenen DDR-Gefängnissen am eigenen Leib erfahren musste. Die Staatssicherheit der DDR (MfS) habe versucht, seiner Fluchthelfer-Tätigkeit ein Ende zu setzen. Drei Mordversuche der Stasi scheiterten laut Welsch. Foto: Wirtschaftsschule

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  • Schleuser und Fluchthelfer
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