SCHWEINFURT

Aus dem Bau- und Umweltausschuss

Baumbestand im Stadtgebiet anhand von Luftbildern auswerten

Der Baumbestand auf öffentlichem und privatem Grund in Schweinfurt wird per Luftbild ausgewertet. Zunächst soll geprüft werden, ob man mit den bestehenden Luftbildern grundsätzlich genügend Details erkennen kann. Wenn ja, könnte sich die Stadtverwaltung auch einen kürzeren Zeitraum als den eigentlich angestrebten Zehn-Jahres-Rhythmus zur Auswertung vorstellen. Das Thema entspringt einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, die nach dem Fall der Baumschutzverordnung eine regelmäßige Bestandsauswertung beantragt hatten, um eventuell gegensteuern zu können, sollte der Baumbestand in der Stadt überproportional schwinden.

Neues Förderprogramm für den Stadtteil Oberndorf

Die Diskussion über die Sanierung der Hauptstraße in Oberndorf und wie es mit der Oberndorfer Mitte weitergeht, beschäftigt die Bürger vor Ort seit längerem – mit einem durchaus kritischen Ansatz den Verwaltungsvorschlägen gegenüber. Damit sichergestellt ist, dass es nach dem Auslaufen des bisherigen staatlichen Förderprogrammes auch weiterhin Unterstützung für die Projekte gibt, wurde im Bauausschuss die Teilfortschreibung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes genehmigt. Schon 2001 war Alt-Oberndorf förmlich als Sanierungsgebiet festgelegt worden, viele der damals aufgelisteten 16 Einzelmaßnahmen sind immer noch aktuell. Die Fortschreibung des Programmes ist Voraussetzung, dass auch weiterhin Fördergelder fließen. Inhaltlich gibt es keine neuen Maßnahmen, außerdem wurden sie in der Sache nicht diskutiert.

140 000 Euro für einen neuen Radweg in der Theodor-Vogel-Straße

Der Bauausschuss genehmigte einstimmig die Planung der Verwaltung für den Neubau eines nicht-benutzungspflichtigen Radweges in der Theodor-Vogel-Straße im Hafen. Bisher muss man als Radfahrer an der Kreuzung von Carl-Zeiß- und Theodor-Vogel-Straße die Straßenseite wechseln, bei der Einmündung der Rudolf-Diesel-Straße ebenso. Durch einen neuen, rechtsgeführten und für den Radverkehr freigegebenen Gehweg an der Theodor-Vogel-Straße soll dieser Missstand nun behoben werden. Stadtauswärts können Radfahrer dann durchgängig auf der rechten Seite fahren. Der drei Meter breite Weg kostet 140 000 Euro und soll bis Ende des Jahres fertig sein.

Flächennutzungs- und Bebauungsplan wird für Berufsschul-Neubau geändert

Der Landkreis Schweinfurt plant, in der Geschwister-Scholl-Straße den Neubau des beruflichen Schulzentrums Alfons-Goppel und die Sanierung der Doppelturnhalle. Dafür wurde von der Stadt ein 20 000 Quadratmeter großes an das bisherige Schulzentrum angrenzende Grundstück gekauft. Da dort aber bisher im Bebauungsplan das längst obsolete so genannte „Bergl-Spaßbad“ stand, muss dieser geändert werden. Das wurde nun im Bauausschuss auf den Weg gebracht. Außerdem sind weitere zwei Grundstücke für mögliche Schulneubauten auf den freien Flächen vorgesehen: 20 000 Quadratmeter für den Ersatzneubau der Julius-Kardinal-Döpfner-Schule der Caritas und 30 000 Quadratmeter für das geplante Mittelschulzentrum der Stadt, das im Schulentwicklungsplan vorgesehen ist.

Bauarbeiten in der Zehntstraße und Ausbesserung in der Mainberger Straße

Warum in der Zehntstraße doch Bagger graben, obwohl die geplante Baumaßnahme der Stadt verschoben wurde und wie es mit der in schlechtem Zustand befindlichen Mainberger Straße weitergeht, wollte Christiane Michal-Zaisser (proschweinfurt) im Bauausschuss wissen. In der Zehntstraße seien im Moment die Stadtwerke dabei, Hausanschlüsse zu erneuern, was so geplant gewesen sei, hieß es von Seiten der Verwaltung. Die Neu-Ausschreibung der Baustelle erfolge im Herbst wie vorgesehen, zurückgestellt worden war sie, da die erste Ausschreibung 500 000 Euro Mehrkosten ergeben hatte als geplant. Die Schlaglöcher in der Mainberger Straße hat auch die Verwaltung zur Kenntnis genommen und wird sie noch dieses Jahr beseitigen lassen.

Investoren für Gebäude am Wichtermann-Platz nicht abgesprungen

Der Abrissantrag für zwei denkmalgeschützte Häuser am Georg-Wichtermann-Platz hat für lange Diskussionen in der vorletzten Bauausschusssitzung gesorgt, der Antrag wurde zurück gestellt. Ulrike Schneider (SWL/FW) fragte ob das Gerücht stimme, die Investoren hätten Abstand von dem Vorhaben genommen. Das verneinte Baureferent Ralf Brettin, auch Georg Wiederer, einer der drei Beteiligten an dem Projekt, tat dies auf Nachfrage dieser Zeitung. Brettin erklärte, der Antrag auf Abriss bestehe noch und die Verwaltung prüfe, wie man städtebauliche und denkmalpflegerische Ziele in Einklang bringen könne. Interessant war Brettins Bemerkung, man spreche auch mit der Regierung, wie sie eine eventuelle Zustimmung des Ausschusses zu einem Abriss trotz Veto des Denkmalschutzes bewerten würde.

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