Schwebheim

Ausbau B 286: Verkehr rollt spätestens ab Montag auf der neuen Fahrbahn

Für 45 Millionen Euro wird die B 286 zwischen Schweinfurt und Schwebheim vierstreifig ausgebaut. Jetzt werden Brücken abgerissen und der alte Straßenbelag abgefräst.
Zum Wochenende endet die Inselbaustelle in der Straßenmitte. Anschließend ist Gegenverkehr auf der neuen Fahrbahn (im Bild rechts mit Blick nach Süden) angesagt. Das Abfräsen des alten Straßenbelags (links) beginnt noch vor Weihnachten. Foto: Gerd Landgraf

Nach nur einer Woche, dann jedoch für ein ganzes Jahr, wird die Verkehrsführung auf der Ausbaustrecke der B 286 zwischen Schweinfurt und der Anschlussstelle Schwebheim/Röthlein erneut geändert. Zum Wochenende, spätestens am kommenden Montag (9. Dezember), enden die aktuellen Arbeiten an dem Teil des Mittelstreifens entlang der neuen Fahrbahn. Solange fließt der Verkehr nach Süden auf dem rechten Streifen der neuen Doppelspur. In der Gegenrichtung rollt der Verkehr ebenfalls auf der rechten Spur (der alten Fahrbahn). Anschließend ist wieder Gegenverkehr angesagt, allerdings nicht mehr auf der alten, sondern auf der neuen Fahrbahn.

Geöffnet für alle Richtungen ist künftig wieder die Anschlussstelle Schwebheim/Röthlein (bis August 2020). Gesperrt bleibt die Zufahrt aus Richtung Schweinfurt bei der Anschlussstelle am Schweinfurter Baggersee.

Asbest in der Abdichtung

Noch vor Weihnachten soll das Abfräsen der bislang genutzten alten Fahrbahn beginnen. Aufwendiger als ursprünglich gedacht wird der Abbau der Brücken entlang der 4,3 Kilometer langen Teilstrecke. In der Abdichtung der Fahrbahn wurde dort Asbest entdeckt. Deshalb muss nach dem Entfernen des Asphalts diese Schicht separat abgetragen und entsorgt werden. Dafür wird das Material erwärmt, ehe ein Schieber mit der Schaufel die Schicht abzieht. Da der Asbest in dem Material gebunden ist, sollen keine Asbestfasern in die Luft gelangen.

Angesagt ist der anschließende komplette Abbruch der Brücken, da rissgefährdete Spannstäbe schon bislang ein Überfahren mit überschweren Lastwagen nicht erlaubten und der Stahl den heutigen Vorgaben nicht entspricht. Beginnen wird der Abriss der Brücken im März. 

Anschließend steht der Aufbau der neuen Brücken und der Fahrbahn an, wobei die jetzt bestehenden Höhenunterschiede zu der nunmehr fertiggestellten Fahrbahn ausgeglichen werden. Fast durchgängig befahrbar ist seit Spätsommer wieder der Radweg von Schweinfurt nach Schwebheim. Nur bei der Brücke am Baggersee muss der Radler ein kurzes Stück auf die Straße.

Im Zeitplan

Rüdiger Köhler, zuständiger Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamts, ist zuversichtlich, dass der Terminplan eingehalten wird – auch weil die Zusammenarbeit zwischen dem Straßen- und Brückenbau hervorragend klappe. Ende 2020 soll die Straße für den Verkehr komplett freigegeben werden. Für den Ausbau der Teilstrecke sind Kosten in Höhe von 45,3 Millionen Euro einkalkuliert. Durch den vierstreifigen Ausbau und die Nachrüstung der Ein- und Ausfädelstreifen soll die B 286 die täglich 22 000 Fahrzeuge sowie eine für die kommenden Jahre prognostizierte, leichte Verkehrszunahme bei einem nach wie vor hohen Anteil des Schwerlastverkehrs bewältigen. 

Das Regenwasser auf der ausgebauten Bundesstraße wird zusätzlich durch eine Mittelstreifenentwässerung abfließen. Sammelbecken besorgen eine Vorklärung. Für die Entnahme von 32 Habitatbäumen (alte Bäume mit Totholz) wurden vor Beginn der Baumaßnahmen in den rückwärtigen Bereichen über 200 Nistkästen aufgehängt. Zu ersetzen sind noch 3,6 Hektar Bannwald. Die Aufforstung muss direkt im Anschluss an den verbliebenen Bannwald erfolgen. Berücksichtigt ist auch ein gefällter Baumbestand von 0,7 Hektar außerhalb des Bannwalds. Aufgeforstet wird großzügig auf insgesamt 4,6 Hektar.

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