OBERSCHWARZACH

Bach und seine Zeitgenossen

Im Zeichen Bachs: Der Förderverein Schloss Oberschwarzach lud zu einem Konzert mit den oberfränkischen Musikern (von links) Michael Hertel (Oboe), Markus Ritzel (Orgel) und Lorenz Kauffer (Gesang) in die Pfarrkirche und zum anschließenden Frühlingszauber im Schloss ein. Foto: Matthias Beck

Fast ganz im Zeichen Johann Sebastian Bachs stand das Konzert, zu dem der Förderverein Schloss Oberschwarzach im Vorfeld des Frühlingszaubers am Sonntag einlud. Die oberfränkischen Musiker Michael Hertel an der Oboe, Markus Ritzel an der Orgel und Lorenz Kauffer mit Gesang begeisterten die Besucher in der Pfarrkirche mit Werken des großen Barockkomponisten, seiner Zeitgenossen und der Meister, die sich auf Bach berufen.

In die Zuhörerränge geleiteten zunächst die Klänge der Orgel mit Johann Valentin Rathgebers Allegro aus dem erstem Satz des Konzerts in F-Dur. Die Musik des Mönches aus der Rhön, der im Kloster Banz lebte, vermittelte den Gästen einen ersten Eindruck von dem in der folgenden Stunde gezeigten musikalischen Können.

Alle drei Musiker sind Musikstudenten der Hochschule für Musik in Würzburg, haben Konzerterfahrung und belegen oder belegten verschiedene Meisterkurse.

Den Kontakt zu den Musikern baute der Förderverein über die Gößweinsteiner Fußwallfahrtfreunde aus Pettstadt auf. Silvia Kauffer aus dem Vorstand des dortigen Kulturvereins ist die Mutter von Lorenz Kauffer. Und dieser stellte dann gleich sein gesangliches Talent unter Beweis. Denn man reiste etwa ein Jahrhundert weiter zu Felix Mendelssohn-Bartholdys geistlichem Lied, op.112 Nr.1, bei dem Orgel und Gesang sich treffend ergänzten.

Nach der Kombination von Orgel und Gesang hörten die Gäste ein Duett von Oboe und Orgel. Die Sonate für Oboe und Basso continuo von Georg Philipp Telemann, dem Patenonkel eines der Söhne Bachs, überzeugte die Gäste wieder mit dem Klangspektrum des Barock.

Dieses breitete sich meist von der Empore aus, wo die Musiker standen. Gelegentlich ertönte aber auch die Seitenorgel am Altar, während sich die meisten Besucher im Kirchenschiff in der Mitte der Klangwelt befanden.

Das Konzert war dominiert von geistlicher Musik. Auch daher bot es sich an, dass sich die Musiker dem für das Konzert zentralen Komponisten mit gleich mehreren Stücken zuwendeten. „Bist du bei mir“, „Komm süßer Tod“ und die Triosonate in G-Dur, eines der an diesem Tag gespielten Orgelsoli, bildeten den ersten Teil der aufgeführten Werke von Johann Sebastian Bach.

„Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ wurde dann zunächst mit dem Rezitativ „Mein Wandel auf der Welt“ zum Besten gegeben, bis das Zusammenspiel aller drei Musiker in der Arie „Endlich wird mein Joch“ das Publikum restlos überzeugte. Unter die Haut ging am Sonntagabend dann das wohl bekannteste der gespielten Stücke. Begleitet von der Orgel sang Lorenz Kauffer das „Ave Maria“ von Franz Schubert.

Der zweite Satz aus Benedetto Giacomo Marcellos Konzert für Oboe und Basso continuo, Josef Gabriel Rheinbergers „Ich bin des Herrn“ und die Fanfare in D-Dur des belgischen Komponisten Jacques-Nicolas Lemmens bildeten einen würdigen Abschluss des Konzertes.

Der Applaus war, wie zu erwarten, langanhaltend. Und so hatten die drei Musiker noch „Caro mio ben“ von Guiseppe Giordani als Zugabe auf Lager.

Nach dem Konzert fanden die Gäste Gelegenheit, beim Frühlingszauber im Innenhof und in der Scheune des Schlosses das gesellige Beisammensein zu pflegen, mit Lagerfeuer und frühlingshafter Dekoration.

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