GRAFENRHEINFELD

Bäckermeister kapituliert vor der Fertigbackindustrie

Nach 42 Jahren schließt Herbert Haagen seine Bäckerei, weil er mit den „günstigen Preisen“ der Großbäckereien nicht mehr mithalten kann. Die treuen Kunden sind schockiert.
30 Jahre stand Ulrike Riedmann hinter der Ladentheke. Jetzt wird die Grafenrheinfelder Bäckerei Haagen geschlossen, weil sie mit den Großbäckereien nicht mehr mithalten kann. Die Regale sind bereits leer geräumt. Foto: Foto: Irene Spiegel
Die treuen Kunden sind schockiert, und die treuen Mitarbeiter haben Tränen in den Augen. Nach 42 Jahren schließt Herbert Haagen seine Bäckerei. Als kleiner Handwerksbetrieb kann er mit den „günstigen Preisen“ der Großbäckereien nicht mehr mithalten. So steht es auf dem Aushang im Schaufenster seines Ladens. 500 Brötchen, 40 Brote, 150 Gebäckstücke und acht bis zehn Kuchen hat Herbert Haagen täglich gebacken, als sein Geschäft noch gut ging. Nachts um zwei stand er schon in der Backstube, meist zwölf bis 14 Stunden lang. „Ich hätte weitergemacht“, sagt der 70-Jährige, „ich bin ...
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