SCHWANFELD

Baggern zwischen Wipfeld und Schwanfeld

Ab sofort wird an der Kreisstraße SW 17 von Schwanfeld nach Wipfeld gebaut. Beim offiziellen Spatenstich am Montag gab Landrat Florian Töpper den Startschuss für das 920 000-Euro-Projekt. Die Verbindung zwischen den beiden Orten ist deshalb nun erst mal dicht. Bis zum Mai kommenden Jahres sollen die Arbeiten dauern, wobei die Kreisstraße während der Winterpause vorübergehend für den Verkehr geöffnet werden soll. Das kündigte Landrat Florian Töpper in einer kurzen Rede anlässlich des Projektstarts an.

Dass die Kreisstraße für die Bauarbeiten komplett gesperrt werden muss, liegt an den umfangreichen Maßnahmen. Auf genau 1823 Metern Länge wird die Fahrbahn deutlich verbreitert – von derzeit 4,80 Meter auf sechs Meter. Bislang hatten sich auf dem schmalen Sträßchen Lkw und Busse nur mit viel Augenmaß aneinander vorbeischieben können. Hinzu kommt, dass der Verlauf der Straße etwas abgeändert wird, so dass man im Bereich der Kuppe weiter vorausschauen kann.

Mit dem Ausbau werde der bestehende, ungenügende Straßenzustand beseitigt, sagte der Landrat. Der Ausbau war seit Jahren immer wieder von den Gemeinden und Bürgern gefordert worden. Im Investitionsprogramm des Landkreises ist der Ausbau schließlich eingeplant worden.

Begleitet werden die Bauarbeiten, um die sich die Firma Rädlinger aus Selbitz kümmert, zusätzlich von „Ausgrabungen Specht“ aus Schwebheim. Die Archäologen beobachten die Grabungen, weil unter der Straße eine Siedlung der Linearbandkeramik kartiert ist. Die Linearbandkeramik ist die älteste bäuerliche Kultur der Jungsteinzeit mit permanenten Siedlungen in Mitteleuropa. Benannt ist die Kultur nach der Linienverzierung auf ihrer Keramik. Archäologe Oliver Specht hatte am Montag noch keine großen Funde gemacht, allerdings schon einige verdächtige Verfärbungen im Boden gefunden. Nun muss geprüft werden, ob die Verfärbungen tatsächlich auf Überreste dieser jahrtausendealten Kultur hindeuten.

Während der Bauarbeiten gibt es eine Umleitung über Dächheim und Theilheim. Durch die Umleitung ergibt sich zwischen Wipfeld und Schwanfeld eine etwa sechs Kilometer längere Fahrstrecke.

Wipfeld ist mit den Bauarbeiten nun gleich von zwei Seiten vom Verkehr abgeschnitten: zum einen durch die gesperrte Kreisstraße, zum anderen durch die derzeit defekte Mainfähre. „Die Wege werden weniger“, sagte deshalb auch Bürgermeister Tobias Blesch beim Spatenstich mit einem angespannten Lächeln. Zumindest die Fähre soll aber voraussichtlich kommende Woche wieder laufen.

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