THEATER

Bananen zum Jahresausklang

Die Mezzosopranistin Tanja Maria Froidl frönt ihren Vorlieben Chansons, Nächten mit Champagner und durchgetanzten Schuhen.
Die Mezzosopranistin Tanja Maria Froidl frönt ihren Vorlieben Chansons, Nächten mit Champagner und durchgetanzten Schuhen. Foto: Schutte

Einen höchst vergnüglichen Streifzug durch die Musik der wilden 1920er und 1930er Jahre bietet der Jahresausklang im Theater am Sonntag, 31. Dezember, um 19 Uhr (Konzert außer Abo im freien Verkauf) an. Unter dem Titel „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ begleitet das Jazz-Salonorchester „La Rose Rouge“ unter der musikalischen Leitung von Walter Erpf die Mezzosopranistin Tanja Maria Froidl. Man kann sich auf musikalische Raritäten und bekannte Schlager wie „In der Bar zum Krokodil“, „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“, „Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche“ und „Oh Donna Clara“ freuen.

Tanja Maria Froidl (Schweinfurts Theaterbesuchern vielleicht noch als gefeierte „Zarah Leander“ im Ohr) frönt ihren Vorlieben: Chansons, Nächte mit Champagner und durchgetanzten Schuhen.

Dazu hat sie sich das wunderbare Jazz-Salonorchester La Rose Rouge eingeladen – wer lässt sich nicht gerne von charmanten Damen und Herren begleiten – und feiert das alte und das neue Jahr mit „Toujour l?amour“, Handküssen und „Ausgerechnet Bananen.“ Es kommt mancher Literat der damaligen Zeit in hinreißenden und frechen Texten und Gedichten zu Wort (Kurt Tucholsky, Paul Morgan u.a.), das eine oder andere Geheimnis damaliger Zeitgenossen wird preisgegeben und dem Publikum ein Wunsch von den Augen abgelesen – geradezu verzaubernd.

Tanja Maria Froidl studierte klassischen Gesang in München, erhielt Stipendien, gewann mit ihren Programmen mehrere Preise und ist als freischaffende Sängerin im In- und Ausland unterwegs. Zuletzt war sie im Theater Schweinfurt in „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ zu erleben.

Mit „La Rose Rouge“ verbindet sie eine jahrelange Zusammenarbeit. Das Salonorchester unter der Leitung von Walter Erpf hat 1986 als eines der ersten Ensembles in Deutschland die Tanzmusik der Roaring Twenties wiederentdeckt, die über die Jahrzehnte nichts von ihrem mitreißenden Witz und Charme verloren hat. Neben zahlreichen privaten Engagements wurde „La Rose Rouge“ unter anderem zum Schleswig-Holstein-Festival, zu den Museumsuferfesten der Stadt Frankfurt, zum Opernball in der Alten Oper Frankfurt und ins Prinzregententheater in München sowie nach Berlin in die alten UFA-Hallen, wo „Der Blaue Engel“ gedreht wurde, eingeladen.

Vorverkauf ab Samstag, 4. November, Tel. (0 97 21) 51 49 55 oder 5 10 – oder Internet: www.theater-schweinfurt.de

Rückblick

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