Zell

Bauern mahnen mit grünen Kreuzen auf Wiesen und Feldern

Die Kreuze sind grün und mannshoch. Der stille Protest der Landwirte ist die Aufforderung, die regionalen Betriebe und die traditionelle Landschaftspflege zu sichern.
Grüne Kreuze stehen auf den abgeernteten Feldern, wie hier an der Heeresstraße bei Zell. Foto: Gerd Landgraf

Auch die Bauern im Landkreis Schweinfurt stellen immer mehr Grüne Kreuze auf Wiesen und Feldern auf, um Politik und Gesellschaft zu mahnen. Unterstützt wird die Aktion, die die Verbraucher zum Nachdenken und zu Dialog einlädt, vom Bayerischen Bauernverband.

Mit den Kreuzen setzen die Landwirte ein Zeichen gegen eine überzogene Bürokratie, steigende Auflagen, Dumpingpreise, gegen einen ungebremsten Flächenverbrauch und eine unfaire Handelspolitik.  

Täglich verschwindet ein Bauernhof

Die Aktion verweist darauf, dass ohne die bäuerliche Landwirtschaft Felder und Wiesen verschwinden würden. Schon jetzt gehe alle drei Tage in Bayern die Fläche eines durchschnittlichen Bauernhofes durch Versiegelung verloren, heißt es weiter in dem Aktionsprogramm.

Ins Bewusstsein der Bevölkerung wird gerufen, dass es ohne die bäuerliche Landwirtschaft keine hochwertigen Nahrungsmittel aus der Region geben würde, dass Landwirte ihre Pflanzen vor Krankheit und Umwelteinflüssen schützen würden, dass der Einsatz von Wirkstoffen sehr streng gehandhabt werde.

Fleisch aus der Region, nicht aus Übersee

Nur durch die Bauern sei auch die Kreislaufwirtschaft in der Flur sichergestellt, da die verantwortungsbewusste regionale Tierhaltung wertvollen Dung für Felder und Wiesen liefere. Gefordert ist in diesem Zusammenhang der Verzehr von heimischen Lebensmitteln, anstatt von Fleisch aus Übersee. 

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