Schonungen

Baumaßnahmen prägen den Schonunger Haushalt

Die genauen Zahlen des Haushaltes 2020 wurden im Gemeinderat von Schonungen nicht diskutiert. Bürgermeister Stefan Rottmann und Geschäftsleiter Gerald Schmidt verwiesen auf die ausführlichen Beratungen des Haupt- und Finanzausschusses Anfang März und das Zahlenwerk, dass die scheidende Kämmerin Anja Friedrich im Vorfeld den Räten zur Verfügung gestellt hatte.

Keine Vertagung wegen Corona

Ehe Haushalts-, Stellen- und Finanzplan zur Abstimmung kommen konnten, stellte Alexander Nicklaus den Antrag, das Thema Haushalt zu vertagen. Wegen der Corona-Krise gebe es zu viele Fragezeichen, meinte der Gemeinderat. Er verwies unter anderem auf nicht realistisch kalkulierbare Einnahmen, etwa durch Gewerbe- und Einkommensteuer. Nur vier Gemeinderäte schlossen sich seiner Meinung an, die große Mehrheit votierte für die abschließende Ratsentscheidung.

Einstimmig passierte der Stellenplan das Gemeindeparlament, zwei Räte waren gegen den Haushaltsplan, drei votierten gegen den Finanzplan für die Jahre 2021 bis 2023. Die Verwaltung hatte sich im Vorfeld der Beratungen für die Verabschiedung des Haushaltes 2010 stark gemacht. Derzeit liegen der Gemeinde keine Anzeichen – etwa auf Stundung der Gewerbesteuer – für Veränderungen vor und man sieht die vorgelegten Zahlen nach dem heutigen Stand für realistisch an. Sollten sich durch die Folgen der Corona-Krise wesentliche Änderungen ergeben, müssten andere Mittel des Haushaltsrechts ergriffen werden, meinte die Finanzverwaltung.

Rund 29,5 Millionen Euro stehen im Haushalt für 2020, davon zählen 16,3 Millionen zum Verwaltungs-, 13,2 Millionen Euro zum Vermögenshaushalt. Im Vergleich zum Vorjahr liegen alle Werte über den Summen 2019. Aus dem Verwaltungshaushalt sollen 2,1 Millionen in den Vermögenshaushalt fließen. Den Schuldenstand konnte Schonungen verringern, er beträgt jetzt 611 Euro je Bürger (2019: 661 Euro).

Erwartungsgemäß prägen die Einnahmen aus Steuern – der wichtigste Pluspunkt – den Verwaltungshaushalt mit 10,9 Millionen Euro. Personalkosten (3,1 Mio.), Zuschüsse (2,8 Mio.) und Betriebsaufwendungen der Gemeinde (5,1 Mio.) sind hier die größten Ausgabeposten. Aus den Zahlen des Vermögenshaushaltes stechen die großen Ausgaben für die Baumaßnahmen hervor. 11 Millionen Euro veranschlagt die Gemeinde. Darin sind die fortdauernden Kanalarbeiten und die großen Bauprojekte Grundschule, Turn- und Schwimmhalle berücksichtigt. Auf der Plusseite des Vermögenshaushaltes stehen die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt und Mittel aus den Rücklagen.

Oberland-Management jetzt im Schonunger Alten Rathaus

Im Stellenplan der Gemeinde bleibt beinahe alles gleich. Hannah Rabea Grübl, die Managerin der Allianz Schweinfurter Oberland , zählt jetzt zu den Angestellten der Gemeinde; sie wird ihr Büro im Schonunger Alten Rathaus beziehen und von hier aus die Maßnahmen der interkommunalen Allianz leiten. Kämmerin Anja Friedrich wechselte zum 1. April  in die VG Estenfeld. Der Haushalt 2020 war der letzte, den sie für die Großgemeinde erstellt hatte.

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