SCHWEINFURT

Begegnungsfest soll wieder Menschen verbinden

Das deutsch-syrische Kulturfest haben viele in guter Erinnerung.
Das deutsch-syrische Kulturfest haben viele in guter Erinnerung. Foto: Lux

Auch in diesem Jahr wollen der Integrationsbeirat und die Stabstelle „Gern daheim“ wieder ein großes Begegnungsfest veranstalten. Das deutsch-syrische Kulturfest im vergangenen Jahr war eine tolle Sache, sind sich die Vorsitzende Olga Baluyev und ihre Kollegen im Vorstand und in den Arbeitsgruppen einig.

„Menschen verbinden“, das steht über der Arbeit des Integrationsbeirates. Und wie kann das besser gehen, als bei Begegnungen? Mehr als 1000 Leute waren da, genauso viele Ausländer wie Deutsche, bilanziert Peter Hofmann, beim Beirat für den Bereich Kultur/Feste/Veranstaltungen zuständig. Familien kommen zusammen, es entstehen Beziehungen: Das ermöglichen solche Feste.

Qualifikationen anerkennen

Anerkennungen ausländischer Qualifikationen: Auch das ist ein Thema für den Integrationsbeirat. Zu diesem Aspekt gab es Infoveranstaltungen mit der Agentur für Arbeit, auch in der Erstaufnahme. Der Beirat versucht auch, zu beraten und zu informieren. Ziel: Die Chancen der Menschen verbessern.

Dazu könnten auch anonymisierte Bewerbungen beitragen, meinen Olga Baluyev, ihre Vorstandskollegen Özcan Durukan und Mary Ritzmann sowie die Arbeitsgruppen-Vertreter Sorya Lippert, Peter Hofmann, Erika Ketschik, Ljubow Hurlebaus und Inge Weigand. Werden Bewerbungen ohne Alter, Geschlecht, Name, Foto eingereicht bekommen oft Leute eine Chance, die sonst gleich aussortiert worden wären, haben Tests gezeigt. Wie sich das in Schweinfurt umsetzen ließe, darüber will sich der Beirat Gedanken machen.

Thema Chancengleichheit

Um Chancengleichheit geht es auch im Bereich Schule und Bildung. Zum einen ist es wichtig, den Eltern und Kindern zu erklären, wie das Schulsystem hier funktioniert, welche Wege und Möglichkeiten es gibt. Integrationsmaßnahmen an den Schulen sind für Peter Hofmann ein wesentlicher Aspekt für die Arbeit des Beirates. Dabei sei zusätzliche pädagogische Unterstützung für die Lehrer extrem wichtig. Für Hofmann, der einen Bildungskoordinator extrem wichtig für die Entwicklung der Stadt hält, wäre das eigentlich Aufgabe des Freistaates. „Es geht um die Zukunft“.

Gut entwickelt hat sich das Café für Neuankömmlinge jeden Dienstag im Interkulturellen Begegnungszentrum für Frauen, so Sorya Lippert. Viele Studenten vom i-Campus der Fachhochschule geben Sprachkurse, engagieren sich: „Die Zusammenarbeit läuft gut.“

Der Beirat kümmert sich nicht nur um Leute, die neu in der Stadt sind. Auch um die, die schon länger hier leben. „Wir versuchen zu verstehen, was die Menschen dazu bewegt hat“, sprechen Olga Bayulev und Ljubow Hurlebaus eine Demonstration der Rußlanddeutschen im Januar 2016 an. Ein Bericht, wonach in Berlin ein junges russlanddeutsches Mädchen von Flüchtlingen vergewaltigt wurde, hatte sich als erfunden herausgestellt.

Woher kommt die Feindlichkeit?

In mehreren Städten, auch in Schweinfurt war es zu Demonstrationen gekommen. Die dort gezeigte Fremdenfeindlichkeit hatte für Diskussionen gesorgt.

Man habe sich mit den Organisatoren getroffen, stehe immer noch in Kontakt, um Vorurteile zu entkräftigen und auch mehr über die Beweggründe zu erfahren.

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus wird der Integrationsbeirat wieder deutlich werden. Der Tag ist eigentlich am Dienstag, 21. März, aber es hat sich gezeigt, dass unter der Woche nicht so viele Leute Zeit haben, um an Aktionen teilzunehmen. Deswegen wird am Wochenende vom 25./26. März das Motto heißen: Laut gegen Rassismus.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Susanne Wiedemann
  • Chancengleichheit
  • Ljubow Hurlebaus
  • Peter Hofmann
  • Sorya Lippert
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!