Michelau

Bei Prüßberg: Haarscharf am Großbrand vorbei

Aus großen Fässern wurden Tausende Liter Wasser in den brennenden Wald bei Prüßberg gepumpt. Foto: Klaus Vogt

Dem massiven Einsatz der Feuerwehren und der Unterstützung der heimischen Landwirte ist es zu verdanken, dass ein beginnender Waldbrand bei Prüßberg gerade noch eingedämmt werden konnte, ehe es zur ökologischen Katastrophe gekommen wäre. Derzeit herrscht die höchste Waldbrand-Warnstufe im Steigerwald.

Gegen 13.30 Uhr war bei der Integrierten Leitstelle (ILS) in Schweinfurt ein Notruf eingegangen, dass es bei Prüßberg in Richtung Spitalgrund brennt. Zunächst wurden nur die Feuerwehren Michelau und Prüßberg alarmiert. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass das Feuer sich immer weiter ausbreitete. Schon von Gerolzhofen aus war die hohe Rauchsäule über dem Steigerwald sichtbar.

Die ILS reagierte, erhöhte umgehend die Alarmstufe und schickte zur Unterstützung noch weitere Wehren zur Einsatzstelle, darunter insbesondere die, die wasserführende Fahrzeuge haben. Im Einsatz waren laut ILS die Feuerwehren aus Prüßberg, Dingolshausen, Donnersdorf, Kleinrheinfeld, Gerolzhofen, Michelau, Traustadt, Unterspiesheim, Untersteinbach, sowie die Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung und der Fachberater des Technischen Hilfswerks. Das Flugzeug der von der Regierung von Unterfranken angeordneten Luftüberwachung erkundete das Gelände aus der Luft. Die BRK-Bereitschaft Donnersdorf sicherte die Einsatzkräfte ab.

Hier gibt es ein Video von der Einsatzstelle: 

Die Brandstelle lag – von Michelau aus gesehen – links auf dem Bergsporn oberhalb von Prüßberg, in dem kleinen Wäldchen über den Weinbergen. Ausgelöst wurde der Brand von einem Mähdrescher auf einem Getreidefeld neben dem Wäldchen in der Flur "Himmelein". Mutmaßlich hat es an der großen Maschine durch den Kontakt mit einem Stein einen Funken gegeben, der in der staubtrockenen Umgebung sofort für das Ausbreiten des Feuers sorgte. 

Feuer fand reichlich Nahrung

Die Flammen ergriffen zunächst das abgeernte Stoppelfeld. Der Bereich, auf dem das Getreide noch auf dem Halm stand, blieb laut Beobachtern vor Ort größtenteils verschont. Durch den Ostwind wurde das Feuer in den westlich angrenzenden Wald gedrückt und fand auf dem Waldboden mit seinen zahlreichen verwelkten und verdorrten Pflanzen reichlich Nahrung.

Durch den schlagkräftigen Einsatz der Feuerwehren mit viel Wasser und Brandpatschen konnte glücklicherweise verhindert werden, dass auch Bäume bis in den Kronenbereich in Brand gerieten. Das Feuer blieb am Waldboden. Die Löscharbeiten gestalteten sich zeitaufwändig, da es zahlreiche Glutnester gab, insbesondere in den Wurzelstümpfen von früher gefällten Bäumen. 

Mit einem großen Tankanhänger transportierte ein Landwirt Löschwasser auf den Berg bei Prüßberg hinauf und übergab es an... Foto: Klaus Vogt

Landwirte halfen bei den Löscharbeiten, indem sie das Stoppelfeld mit dem Grubber bearbeiteten. Weitere Landwirte transportieren mit großen Fässern, die mehrere tausend Liter Wasser fassen, Löschwasser den Berg hinauf und sprühten es in den brennenden Wald. Wasser aus einem großen, über 20 000 Liter fassenden Tankanhänger wurde an die mit Pumpen ausgestatteten Tankfahrzeuge der Feuerwehren übergeben.

Während des laufenden Einsatzes bei Prüßberg gab es einen weiteren Alarm für die in Gerolzhofen zur örtlichen Absicherung verbliebenen Kameraden und die Feuerwehr Schallfeld. In Richtung Neuses war eine Rauchsäule gesichtet worden. Die Wehren fanden aber keinen Brand und rückten wieder ein. 

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