Gerolzhofen

Beim Marktplatz können alle mitreden

Bei der Bürgerversammlung am Montagabend meldeten sich nach dem Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters nur wenige Bürgerinnen und Bürger zu Wort.

Bei der Bürgerversammlung am Montagabend meldeten sich nach dem Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters nur wenige Bürgerinnen und Bürger zu Wort.

Albrecht Reder wollte wissen, warum die Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt zurückgehen, obwohl der Wirschaftsstandort Gerolzhofen durchaus prosperiert. Bürgermeister Thorsten Wozniak sagte, die Einnahmen aus der Gewerbesteuer seien immer schwankend und letztlich nicht planbar. Konzerne könnten intern in ihren Bilanzen Ein- und Ausgaben verschieben und so die Höhe der örtlich zu zahlenden Gewerbesteuer beeinflussen. Dies könne sogar dazu führen, dass die Stadt vorab eingenommene Gewerbesteuer teilweise zurückzahlen muss. Und bei den mittelständischen Unternehmen vor Ort reduzieren getätigte Investitionen oder Absatzdellen ebenfalls die Steuerschuld.

Stefanie Döpfner fragte, ob bei der anstehenden Umgestaltung des Marktplatzes eine Bürgerbeteiligung geplant sei. Der Stadtrat werde noch in dieser Sitzungsperiode ein Planungsbüro auswählen, antwortete der Bürgermeister, das den Gestaltungswettbewerb für den Marktplatz organisiert. Dabei sei auch eine Bürgerbeteiligung auf "möglichst breiter Basis" vorgesehen. Selbstverständlich könnten die Anwohner der Altstadt und die Gewerbetreibenden (Gerolzhofen-aktiv) mitreden, aber auch alle anderen Interessierten.

Döpfner wollte außerdem wissen, wie weit die Entwicklung eines Leitbilds für Gerolzhofen fortgeschritten sei. Wozniak sagte, der Stadtrat werde Ende dieser Woche in einer Klausur das Thema festmachen. Bisherige Überlegungen könne man bereits auf der Homepage der Stadt unter "Stadtteilmanagement" nachlesen.

Bettina Haupt wies auf die Probleme hin, die insbesondere ältere Fußgänger am Bahnübergang in der Frankenwinheimer Straße haben auf ihrem Weg zu den beiden Einkaufsmärkten. Dies Problem sei erkannt, sagte der Bürgermeister. "Es ist nicht alles geschickt dort." Erste Voraussetzung für mögliche bauliche Änderungen entlang der Staatsstraße sei eine Verkehrszählung, die zeitnah erfolgen soll. 

Rudi Finster will erfahren haben, dass ein Anwohner im Neubaugebiet "TV-Platz" durch Geldzahlungen die Sanierung beziehungsweise weitere Nutzung der Stadthalle gestoppt haben soll. Dies verneinte der Bürgermeister. Finster mahnte zudem an, dass beim Bau des Freizeitparks im Süden der Stadt keine weiteren Parkplätze wegfallen, weil schon heute Besucher des FC-Geländes landwirtschaftliche Wege zuparken. Thorsten Wozniak antwortete, dass alle bestehenden Parkplätze beim Tennisgelände erhalten bleiben, weil der Freizeitpark südlich der Parkflächen entsteht.

Winfried Ernst wollte wissen, nach welchen Kriterien entschieden wird, ob die Schulen saniert oder neu gebaut werden und ob dabei auch die Frage der Nachhaltigkeit eine Rolle spielt. Wozniak sagte, eine Sanierung werde nur dann gefördert, wenn deren Kosten nicht höher als 80 Prozent eines Neubaus seien. Entscheidungsgrundlage sei das so genannte Raumprogramm für Schulen mit den gültigen Standards.

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