GEROLZHOFEN

Beim Theater reihum zu vier Spielstätten

Das Ensemble des Stadttheaters wird im nächsten Jahr das Stück „Du musst dran glauben!“ aufführen. Foto: Matthias Endriss

„Du musst dran glauben“ lautet der Titel des großen Wandeltheaters, das im kommenden Jahr in Gerolzhofen vom Kleinen Stadttheater unter der Regie von Silvia Kirchhof aufgeführt wird. Der Anlass dazu sind „500 Jahre Reformation“ und „400 Jahre Tod von Fürstbischof Julius Echter“.

Der Kartenvorverkauf ist bereits angelaufen. Es besteht eine hohe Nachfrage nach Karten. Dabei ergeben sich aber, so die Leiterin der Touristinformation, Beate Glotzmann, seitens der Theaterbesucher regelmäßig noch einige organisatorische Fragen. Schließlich ist das Wandeltheater keine Standardveranstaltung, sondern wird ein Ereignis, das es so in Gerolzhofen noch nie gegeben hat.

Hier also die „FAQs“, die meistgestellten Fragen rund ums Theater, und die Antworten:

Verschiedene Spielorte: Wie läuft das ab?

Wie der Name „Wandeltheater“ schon sagt, gibt es bei der Aufführung mehrere Spielszenen, die an verschiedenen Orten in der Altstadt stattfinden. Wenn die Spielszene beendet ist, gehen („wandeln“) die Besucher gemeinsam zur nächsten Station. Pro Aufführung werden vier Besuchergruppen zu je maximal 110 Personen gebildet.

Bereits jetzt im Kartenvorverkauf kann man sich eine Gruppe aussuchen, damit man – falls gewünscht – mit seinen Familienmitgliedern oder Freunden in der gleichen Besuchergruppe ist.

Die vier Besuchergruppen starten an einem jeweils anderen Spielort. Ist die jeweilige Spielszene beendet, wird gewechselt und die Gruppen werden zum nächsten Spielort geführt. Dies übernehmen ebenfalls Schauspieler, denn auch während des Wechsels von einer Spielstätte zur nächsten gibt es Spielszenen.

Ist es egal, wo ich anfange?

Ja. Da die einzelnen Spielszenen in sich schlüssig sind und inhaltlich nicht aufeinander aufbauen, spielt es keine Rolle, an welchem Spielort man startet. Jede Besuchergruppe bekommt alle Szenen zu sehen – was im Umkehrschluss aber bedeutet, dass die Schauspieler pro Veranstaltung viermal hintereinander das Gleiche spielen müssen. Die Aufführungen an den vier Stationen dauern etwa gleich lang, damit das Rotieren der Zuschauergruppen reibungslos funktioniert. Am Ende, wenn jede der vier Gruppen alle vier Spielorte besucht hat, treffen sich alle Gruppen zur großen, fünften Abschluss-Szene im Spitalgarten.

Kostet der Eintritt 26 Euro pro Spielort?

Nein, natürlich nicht. Der Eintritt von 26 Euro ist für die gesamte Veranstaltung, also für alle vier Szenen und den gemeinsamen Abschluss.

Findet die Veranstaltung im Freien statt?

Teils, teils. Gespielt wird in der Spitalkirche, im Foyer der Alten Amtsvogtei, in der Erlöserkirche und in der Stadtpfarrkirche. Lediglich die Abschluss-Szene im Spitalgarten findet im Freien statt. Allerdings sind einige Spielorte nicht barrierefrei. Für Senioren und Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, wird es auch zwei Aufführungen in der Stadthalle geben.

Gibt es nummerierte Sitzplätze?

Nein, es gibt keine festen Plätze an den Spielorten. Man wählt beim Kauf der Eintrittskarte nur eine der vier Besuchergruppen. Die Gruppe kann man während der Veranstaltung nicht wechseln. An den Spielorten selbst ist freie Platzwahl, es gibt aber überall genügend Sitzgelegenheiten, außer an der Alten Vogtei.

Sind die Stücke auch für Kinder geeignet?

In den Spielszenen sind Kinder ab acht Jahren als Schauspieler dabei, die aber speziell auf schwierige Passagen (zum Beispiel bei den Hexenprozessen) vorbereitet werden. Zuschauende Kinder sollten mindestens zehn Jahre alt sein, so die Empfehlung der Theaterleitung.

Wie lange dauert das ganze Stück?

Jede einzelne Spielszene wird zwischen 20 und 25 Minuten dauern. Hinzu kommt noch die Zeit für den begleiteten Fußweg zwischen den Stationen. In der Summe wird eine Aufführung also sicher über drei Stunden dauern.

Die Uraufführung von „Du musst dran glauben“ ist am 24. Mai 2017. Es folgen weitere elf Vorstellungen im Zeitraum vom 25. bis 28. Mai und vom 1. bis 5. Juni 2017. Zudem zwei Veranstaltungen in der Stadthalle am 28. Mai und 4. Juni 2017.

Der Kartenvorverkauf läuft bereits bei der Touristinformation im alten Rathaus, bei Teutsch am Turm, bei allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet im Ticketportal www.adticket.de Foto: Vollmann

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