WIPFELD

Beitrag wird in zwei Raten fällig

Die Verlegung der 3,5 Kilometer langen Fernwasserleitung von der Dipbacher Höhe bis zum Ortseingang von Wipfeld im Mühlgrund ist abgeschlossen. Die Gesamtkosten der Anbindung an die Fernwasserversorgung Franken (FWF) werden etwas mehr als eine Million Euro betragen. Damit liegt das Projekt unter den ursprünglich angenommenen Beträgen. Möglich wurde dies, weil das PVC-Rohr mit 20 Zentimeter Durchmesser weitgehend im sogenannten Rohrpflugverfahren verlegt wurde, so dass nur wenige Arbeiten in offener Bauweise ausgeführt werden mussten.

Anfang September wird die Wasserversorgung Wipfeld von der bisherigen Eigenversorgung auf Wasser von der FWF umgestellt.

Die finanzielle Lage der Gemeinde, so war im Gemeinderat zu erfahren, ist derzeit wegen der fast gleichzeitig laufenden Baustellen Fernwasseranschluss und Neubau der Kinderkrippe – 880 000 Euro – angespannt. Der Gemeinderat beschloss daher, die Kosten für die Erneuerung der Wasserversorgung vollständig über eine Beitragserhebung abzurechnen.

Angesichts der relativ geringen Absatzmenge in Wipfeld und des zu erwartenden Sanierungsaufwands im Ortsnetz, das weiterhin bei der Gemeinde bleibt, nahm der Gemeinderat von einer Mischfinanzierung auch über die Wassergebühren Abstand.

Bernd Kießling hatte in einer schriftlichen Eingabe unter anderem argumentiert, die Beitragslösung belaste einseitig die Eigentümer während Mieter bevorteilt seien. Der Gemeinderat hielt aber an seinem Entschluss fest, eine reine Beitragslösung zu wählen und erließ das dazu notwendige Satzungsrecht.

Verwaltungsleiter Josef Krimmel stellte die in Abstimmung mit dem Satzungsbüro Dr. Schulte und der Kommunalaufsicht erarbeiteten fünf Satzungen zum Thema Wasserversorgung vor, bei denen einige Anpassungen vorzunehmen waren. Der Gemeinderat folgte der Empfehlung, die Keller vollständig als Geschossfläche zu werten. Dadurch erhöht sich die beitragspflichtige Gesamtfläche.

Die vorläufigen Beitragssätze betragen pro Quadratmeter Grundstücksfläche 0,90 Euro und pro Quadratmeter Geschossfläche 3,57 Euro. Die neue Satzung tritt zum 1. September in Kraft. Der Beitrag wird in zwei Abschlagszahlungen erhoben. Die Verwaltung verschickt Anfang September die Bescheide. Die erste Rate wird Anfang Oktober fällig, die zweite am 15. November.

Dem Antrag von Andreas Schäfer, die Anrechnung je Großvieheinheit bei der Entwässerungssatzung auf den zwischenzeitlich allgemein üblichen Wert von zwölf Kubikmeter (vormals acht Kubikmeter) anzupassen, wurde mit dem Erlass der neuen Satzung entsprochen.

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