Schweinfurt

Bessere Sanitäranlagen: Warum drei Schulen warten müssen

Schüler müssen sich wohlfühlen - und ob sie es tun, dabei spielt nach Ansicht von SPD-Stadtrat Johannes Petersen auch der Zustand der Sanitäranlagen eine Rolle.
Warum die Sanierung von Toiletten an drei Schweinfurter Schulen verschoben werden soll, erklärte die Verwaltung in den Haushaltsberatungen vergangene Woche.
Warum die Sanierung von Toiletten an drei Schweinfurter Schulen verschoben werden soll, erklärte die Verwaltung in den Haushaltsberatungen vergangene Woche. Foto: Arno Burgi/DPA

Ursprünglich sollten die Toiletten und Duschen an drei Schweinfurter Schulen 2020 bald saniert werden. Doch in den Plänen für den Haushalt 2020 tauchen sie nicht mehr auf: Die Sanierung von Dusch-,WC- und Umkleideräumen in der Turnhalle der Auen-Volksschule, die Sanierung der WC-Anlagen in den Walther-Rathenau-Schulen und der Toiletten in der Schillerschule. Zusammengenommen würden die Sanierungen 191 000 Euro kosten. Und sie wären wichtig, wie SPD-Stadtrat Johannes Petersen betonte. Der Zustand von Toilettenanlagen in der Schule spiele auch eine Rolle dabei, dass sich Kinder und Jugendliche in der Schule wohlfühlen. Deshalb, so sein Antrag zu den Haushaltsberatungen für 2020, sollten diese Projekte umgesetzt werden. Auch, weil die Kosten in Zukunft sicher noch weit höher ausfallen könnten.

Doch Verschieben muss sein, war die Antwort der Verwaltung. Für 2020 gibt es laut Baureferent Ralf Brettin "eine Vielzahl von Projekten, die man aufarbeiten" müsse – auch im Bereich der Schulen. Investiert würden unter anderem 900 000 Euro in das Ganztagsangebot an der Dr-Ludwig-Pfeiffer-Schule; ein gleicher Betrag ist für die Digitalisierung der Schulen eingeplant. Drei Millionen Euro sollen in den Neubau der Körnerschule in Askren Manor laufen.

Was gibt die Stadt für ihre Schulen aus?

Ansonsten geht es um Substanzerhalt an den Schulen und die Finanzierung des laufenden Betriebs. Allein die Ausstattung der Schulen macht rund 670 000 Euro aus; insgesamt sind für den Teilhaushalt  Schulen und Sport 18,7 Millionen Euro eingeplant. "Wir investieren sehr viel in unsere Schulen", fasste Oberbürgermeister Sebastian Remelé zusammen. Der Antrag der SPD fand bei nur vier Befürwortern keine Mehrheit. 

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