Waigolshausen

Bestattungen werden teurer

Zugestimmt hat der Gemeinderat einem neuen Vertrag mit dem Bestattungsunternehmen Meder, nachdem die Firma wegen der nicht kostendeckenden Preise den Altvertrag gekündigt hatte.

Die erhöhten Konditionen für Leistungen bei Bestattungen in den drei gemeindlichen Friedhöfen werden ab 2019 wirksam.

Das betrifft insbesondere das Öffnen und Schließen von Gräbern und die Inanspruchnahme von Sargträgern, was deutlich teurer wird. Da Friedhöfe kostenrechnende Einrichtungen sind, fanden die höheren Kosten jetzt auch in der Friedhofsgebührensatzung ihren Niederschlag. Die wurde vom Gemeinderat einstimmig im Zuge der ersten Änderung entsprechend angepasst.

Mit einem gemeindlichen Förderprogramm zur Revitalisierung der Ortsteile unterstützt auch Waigolshausen seit April 2016 private Bauvorhaben im Bestand, um Leerstände zu beheben. Für den Fall, dass Gelder auch aus anderen Fördertöpfen in Anspruch genommen werden, sah die Regelung bisher vor, solche Fördergelder beim kommunalen Förderprogramm anzurechnen. Sprich: Die Gemeinde hätte ihre Förderung entsprechend gekürzt und damit eigene Ausgaben gespart.

Zwar gab es laut Verwaltung noch keinen solchen Fall. Doch ersatzlos gestrichen wurde dieser Kürzungspassus mit einstimmigem Gemeinderatsbeschluss jetzt trotzdem, weil er einer gezielten Förderung der Revitalisierung entgegen stehe. Wie Bürgermeister Peter Pfister feststellte, hätten auch die anderen Gemeinden der Allianz Oberes Werntal in ihren Förderprogrammen keine solche Anrechnungsregelungen.

Erweitert wurde außerdem die Präambel des Förderprogramms um einen innerhalb der Allianzgemeinden abgestimmten Text. Er betont die Innenentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe, verweist auf die "Oerlenbacher Erklärung" und verdeutlich das gemeinsame Ziel der Allianzgemeinden, dem demographischen Wandel zu begegnen, Leerstände zu vermeiden und vorhandene Infrastruktur zu nutzen. Allen geht es dabei um lebendige Dörfer und intakte Ortskerne, die mit regionaler Baukultur Identität und Heimatgefühl schaffen.

In Auftrag gegeben hat der Gemeinderat das neue Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr Waigolshausen, das in zwei Losen ausgeschrieben worden war. Das Fahrgestell wird die Firma MAN als einziger Anbieter für 58 905 Euro liefern. Den Auf- und Ausbau macht für 87 017 Euro die Firma Zielger Fahrzeugbau. Ein zweiter Anbieter hat keine Zertifizierung und konnte nicht gewertet werden. Stark eingebracht hatte sich die Feuerwehr bei der Ausschreibung, damit die vorhandene Ausrüstung weitgehend im neuen Fahrzeug wieder zum Einsatz kommen kann. Zu den Gesamtkosten von 145 922 Euro bekommt die Gemeinde eine staatliche Pauschalförderung von 38 500 Euro.

Beim Kindergartenneubau in Waigolshausen hat der Gemeinderat die Gewerke Elektroinstallation und Blitzschutz an die Firma Kreika Elektro aus Gädheim vergeben. Sie machte mit 198 172 Euro das günstigste Angebot und lag damit nur zwei Prozent über der Kostenschätzung.

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