SCHWEINFURT

„Bieraten“ bis „Torpedo Fiskus“

Volle Kraft voraus: Vorrundenrennen auf dem Main beim 3. Rotarian Rowdy River Raft Race. Foto: Laszlo Ruppert

Prächtige Stimmung herrscht am Sonntagnachmittag erneut am Mainufer zwischen Disharmonie und Wasserkraftwerk. Das dritte Schlauchbootrennen, das die Rotarier hier veranstalten, hat 82 Teams aus Schweinfurt und Umland zum Kräftemessen hergelockt. Über 900 Paddler kämpfen in Vor- undZwischenläufen und in den Finalrennen um die Ehre. Über allem steht vor – geschätzt – 4000 Besuchern im Tagesverlauf am Ende der Spaß an der Freud'.

Der grüne Uferstreifen am Promenadenweg ist ab Disharmonie flussabwärts ein ganzes Stück mit Bierbänken und Tischen bestuhlt – und die sind sehr gut besetzt. Die Wettkampf-Teilnehmer, ihre Fans, der Familienanhang trinken was Kühles oder auch einen Kaffee. Bier und Bratwürste gibt's, und die Bigband der Musikschule sorgt für richtig gute Unterhaltung.

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3.Rotarian Race

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Ach ja, und vorne auf der Promenadenmauer zum Main hin ist auch kein Platz mehr frei, denn auf den ruhigen Fluten des Mains geht's – „und hopp, und hopp“ – um die Ehre der Damen und Herren in den Booten, die mit Piratentüchern, Wikingerhelmen und sogar Funkenmariechen-Hüten bekleidet, miteinander im Wettstreit liegen. Da wird gepaddelt und geschwitzt, was das Zeug hält, ein Moderator kommentiert das Rennen: „Boot Nummer eins mit gleichmäßigem, langen, kräftigen Schlag in Führung, Nummer fünf tut sich schwer, liegt gerade noch quer.“

Der Start in die Paddelstrecke erfolgt ja mainabwärts, da lässt sich's eindrucksvoll loslegen. Doch nach der Wende geht's gegen die Fließrichtung. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Geübteren schlagen die Paddel immer noch gleichmäßig ins Wasser, ziehen sie kraftvoll durch, liegen in Führung und behaupten sie oft mit einigen Bootslängen Abstand. Laien und Hobbypaddler tun sich schon schwerer, einige werden sich gefreut haben, dass sie den den Rückweg völlig erschöpft überhaupt gepackt haben.

Erlös für karitative Zwecke

Doch das Anliegen des dritten Rotarischen Schlauchbootrennens ist ja nicht der Sieg um jeden Preis, sondern ein olympisches und karitatives: Dabeisein ist alles, der Erlös wird einem gemeinnützigen Zweck zugeführt. Der Untertitel des „Rowdy River Raft Race“ – „das wohl größte Schlauchbootrennen Deutschlands für Firmen, Vereine und Verrückte“ – verrät seinen den Charakter der Gaudi und Zwanglosigkeit.

Das spiegelt sich bei nicht wenigen Teams schon in der Namensgebung: Bieraten und Staustufenkicker, River Rats und Los Poderosos, ein Hamicher Narrenschiff und das Singende Kirchenschiff, Elf Engel für Alfred und Wer ist eigentlich Alfred, Unsinkbar II und Torpedo Fiskus (vom Finanzamt) treten da gegeneinander zum Kräftemessen an.

Erstmals in diesem Jahr konnte schon am Samstag nach Absprache in den Originalbooten trainiert werden. Erstmals wurde am Sonntagnachmittag ein kleiner Schulwettbewerb (mit vier Teilnehmern) ausgetragen, den die Wilhelm-Sattler-Realschule für sich entschieden hat.

Sonntag, 16 Uhr: Jetzt wird's richtig spannend. Die Endläufe für Frauen und Herren stehen an. Bei den Männern siegen die Rowing Basterds vor den zwei geübten Ringer-Teams den RSV Herren (Platz 2) und RSV Jugend (Dritter) aus Schonungen. Bei den Frauen gehen als erste die RSV Damen über die Ziellienie, gefolft von der Injoy Wildwasser Amazonen und auf Platz drei dem Viva Barista Espressoclub Mädels.

Die Sonderwertung für den originellsten Mannschaftsauftritt sieht als klaren Sieger das Männerballett der ESKAGE. Dieses hatte in Gestalt „roter Tanzmariechen“ zu den Schlauchboot–Paddeln gegriffen.

Verkleidet und bester Stimmung: Kampfpaddler mit Wikingerhelm – bei dem ein Horn schon abhängt. Optisch und bei der Namensgebung haben die 82 Teilnehmermannschaften Fantasie bewissen. Foto: Laszlo Ruppert

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