GEROLZHOFEN

Bilanz der VR-Bank klingt noch recht robust

Die einzige selbstständige Bank in Gerolzhofen kann für das Berichtsjahr 2015 noch auf gesundes Wachstum zurückblicken. Die Bilanzsumme liegt bei 306 Millionen Euro. Die Bank betreut ein Kundenvolumen von mehr als 660 Millionen Euro (plus 3,4 Prozent).

Direktor Klaus Henneberger berichtete in der Vertreterversammlung im Pfarrer-Hersam-Haus über das Geschäftsjahr 2015, in dem sich die Bank wieder positiv weiterentwickelt habe.

Die Einlagen der Kunden sind laut Pressemitteilung der Bank um 2,9 Prozent oder 6,0 Millionen Euro auf 233 Millionen Euro gestiegen. Die Kredite an Kunden wuchsen um 4,1 Prozent auf 203 Millionen Euro. Die Risikolage im Kreditgeschäft ist weiterhin erfreulich. Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen und beträgt 1,32 Prozent. Damit liege man aber über dem Landesdurchschnitt.

Die Substanz der Genossenschaft sei überdurchschnittlich gut und sei durch die Zuführung des Ergebnisses noch einmal deutlich gestärkt worden. Das erwirtschaftete, versteuerte Eigenkapital liegt laut Mitteilung bei 10,7 Prozent der Bilanzsumme.

Das Verhältnis von Rücklagen zu Geschäftsanteilen sei günstig. Auch in diesem Jahr sei es wieder möglich, eine Dividende von sechs Prozent an die 6250 Mitglieder der Genossenschaft auszuschütten.

Alle Vorgaben des Genossenschaftsverbandes seien erfüllt worden, die Bank bleibe im internen Rating des Verbandes weiterhin in der besten Kategorie „A+“. Die Gemeinden im Einzugsgebiet können sich über 440 000 Euro Gewerbesteuer freuen.

Für soziale und gemeinnützige Projekte wurden im vergangenen Jahr 30 000 Euro gespendet. Das Vermögen der im Jahr 2014 gegründeten Stiftung wurde um 150 000 Euro aufgestockt. Die Erträge werden an gemeinnützige Institutionen im Geschäftsgebiet ausgeschüttet.

Direktor Henneberger bedankte sich bei den 116 Vertretern, bei allen Mitgliedern und Kunden, bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates, sowie bei den 65 Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Versammlungsleiter Horst Herbert berichtete über die Aufgaben und Tätigkeiten des Aufsichtsrates. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand sei stets konstruktiv, vertrauensvoll und einvernehmlich gewesen.

Im Anschluss an den Bericht des Aufsichtsrates wickelte Direktor Hubert Zinkl die Tagesordnungspunkte Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses 2015 sowie Verwendung des Reingewinns ab. Die Vertreterversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat, stellte den Jahresabschluss fest und beschloss über die Dividende in Höhe von sechs Prozent jeweils einstimmig.

Nach den Bestimmungen der Satzung schieden turnusgemäß Hubert Zink und Georg Wagner aus dem sechsköpfigen Aufsichtsrat aus. Hubert Zink wurde einstimmig wiedergewählt. Georg Wagner stand wegen Erreichung der Altersgrenze nicht mehr zur Wahl. Für ihn wählten die Vertreter in geheimer Wahl Christiane Kühl aus Gerolzhofen in den Aufsichtsrat.

Dessen Vorsitzender Horst Herbert verabschiedete anschließend den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Georg Wagner aus dem Gremium und dankte ihm für seine 30-jährige erfolgreiche Tätigkeit im Aufsichtsrat. Der Genossenschaftsverband Bayern verlieh Georg Wagner die silberne Ehrennadel des Verbandes für sein herausragendes Engagement in der Genossenschaft.

Georg Wagner ehrte als letzte Amtshandlung langjährige Genossenschaftsmitglieder für 50-jährige Mitgliedschaft in der Bank. Alle Geehrten erhielten eine Urkunde sowie ein Präsent. Anwesend waren Erhard Fledering, Martin Kuchenbrod (beide Kolitzheim), Otmar Ley, Egon Lutz, Joseph Raab, Irmgard Roth und Werner Zinser (alle Michelau).

Gastreferent Professor Dr. Thomas Meuche, Dozent für Wirtschaftslehre an der Hochschule Hof, sprach schließlich über das Thema „Auf dem Weg in die neue Welt? Wie die Digitalisierung die Wirtschaft verändert“.

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