SCHWEINFURT

Bio-Marmelade aus der Schule

Abschlussfoto: Zwei Jahre befasste sich eine Schülergruppe des Olympia-Morata-Gymnasiums mit dem Thema „ELOTIGLO – Eat Local, Think Global“, also lokal essen, global denken. Am College Fernand Garandeau in Frankreich stellten sie vor kurzem die Ergebnisse des Projekts vor. Foto: Stefanie Dresch

(sd/kwi) Zwei Jahre lang befasste sich eine Schülergruppe des Olympia-Morata-Gymnasiums (OMG) im Rahmen des von der EU geförderten Comenius-Projektes mit dem Thema „ELOTIGLO – Eat Local, Think Global“, also lokal essen, global denken. Am Ende durfte die Gruppe in Begleitung der Lehrerinnen Susanne Dresch und Andrea Kaufmann ins College Fernand Garandeau fahren, eine französische Schule an der Atlantikküste, rund eine Stunde von La Rochelle entfernt. Dort präsentierten die Schweinfurter die Ergebnisse des Projekts.

Neben dem OMG hatten sich Schulen aus Ankara (Türkei), La Tremblade (Frankreich) und Palencia (Spanien) beteiligt. Comenius-Projekte sind in der Regel auf zwei Jahre angelegt. Schulen aus verschiedenen Ländern Europas einigen sich auf ein gemeinsames Arbeitsthema und tauschen ihre Ergebnisse bei Besuchen an den einzelnen Schulen aus. In länderübergreifenden Teams arbeiten die Schüler an einzelnen Ideen.

Das Projekt „ELOTIGLO“ sollte verschiedene Bereiche beleuchten. Eine Aufgabe war, die Region Unterfranken, die Stadt Schweinfurt und das bayerische Schulsystem vorzustellen, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem OMG. Außerdem sollten Ernährungsgewohnheiten, der Anbau von Obst und Gemüse und deren Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie in den einzelnen Ländern beobachtet und verglichen werden. Am Ende sollte ein Kochbuch mit Rezepten aus der Region entstehen und ein Schulgarten angelegt werden.

Die Schweinfurter Gruppe beispielsweise besuchte Biobetriebe in der Region, drehte kleine Filme, bearbeitete sie, zeigte sie zunächst den Mitschülern und später den ausländischen Partnern. Während der Comenius-Woche am OMG wurde eine Bio-Marmeladenfirma gegründet, die vom Marketing bis zum Verkauf der fertigen Pflaumenmarmelade alle Arbeitsprozesse einer echten Firma nachahmte. Eine Design-Abteilung entwickelte mehrsprachige Etiketten.

Beim Kochbuch wurden die Schüler von ihrer Hauswirtschaftslehrerin Anna Rosa Friedrich unterstützt. Trotzdem war es eine Herausforderung. Die Schüler suchten nach geeigneten Rezepten und übersetzten sie ins Englische. In der Schule und zu Hause wurde eifrig nachgekocht, gefilmt und fotografiert. Die besten Beiträge wurden ausgewählt. Das Kochbuch wurde zunächst digital veröffentlicht.

Im Biologie- und im Natur- und Technikunterricht war das Anlegen eines Gartens Thema. In den Unterstufenklassen wurden auch verschiedene Anbauversuche unternommen. In Geographie wurden die beteiligten Länder näher unter die Lupe genommen. In den Fremdsprachenklassen stand Küchenvokabular auf dem Stundenplan, damit die Schüler die Ergebnisse auch gut präsentieren konnten. Der Aufenthalt in den Gastfamilien und der Besuch eines ausländischen Schülers waren tolle Erfahrungen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Schüler hätten hautnah erfahren, wie wichtig es ist, Fremdsprachen zu erlernen.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Gymnasien
  • Kochbücher
  • Lehrerinnen und Lehrer
  • OMG AG & Co. KG
  • Olympiade
  • Stadt Schweinfurt
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!