Werneck

Biogasanlage in Vasbühl bekommt weiteres Blockheizkraftwerk

Eine immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung hat der Betreiber der Biogasanlage im Außenbereich von Vasbühl beim Landratsamt beantragt.

Wie Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl im Gemeinderat ausführte, ist die Aufstellung eines weiteren Blockheizkraftwerks (BHKW) mit einer Feuerwärmeleistung von 2834 Kilowatt geplant. Die elektrische Gesamtleistung der Anlage steige damit auf 1703 Kilowatt. Damit soll der Betrieb wirtschaftlicher werden. Die eingebrachten Substratmengen als auch die Biogasproduktion sollen sich nicht verändern.

Benötigt wird für die Stromeinspeisung eine weitere Trafostation. Des Weiteren wird ein Service-Container mit circa 30 Quadratmeter Grundfläche für weitere technische Ausrüstung aufgestellt.

Geplant ist für eine flexiblere Substratlagerung außerdem ein Fahrsilo mit acht Meter Silostockhöhe und einer Anfahrtsrampe. Da der vorhandene Pufferspeicher für die Wärme bei einer Spitzenstromproduktion nicht mehr ausreicht, soll ein weiterer 100 Kubikmeter großer Wärmepufferspeicher hinzukommen. Das gesamte Betriebsgelände wird zudem mit einem Industriezaun eingefriedet, was eine Auflage des Veterinäramtes ist.

Unter dem Vorbehalt, dass es seitens des Immissionsschutzes keine Bedenken gibt, stimmte der Gemeinderat dem Antrag zu. Außerdem wird angeregt, beim Wärmepufferspeicher nach einer alternativen Ausführung zu suchen, weil aus Sicht der Verwaltung und des Gemeinderates dessen geplante Höhe von 16,5 Meter das Orts- und Landschaftsbild beeinträchtigen würde.

Zustimmung erteilte der Rat einer kleinen Erweiterung der Aldi-Filiale im Industrie- und Gewerbegebiet "An der A 70". Laut Bauantrag ist auf östlicher Seite auf einer Breite von fünf Metern eine Vergrößerung der Verkaufsfläche sowie des Back- und Pfandraums geplant. Außerdem soll ein notwendiger Flur für eine sichere Evakuierung der Kunden eingerichtet werden. Die Stellplatzzahl verringert sich durch das Vorhaben auf 110, ist aber weiterhin ausreichend.

Zugestimmt hat der Gemeinderat einem Tekturantrag für den Norma-Ersatzbau in der Otto-Hahn-Straße in Werneck. Entgegen dem Bebauungsplan soll nun eine Dacheindeckung in der Farbe Anthrazit erfolgen. Grund für zwei Gegenstimmen war, dass für den Neubau ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt wurde, in den dieser Wunsch gleich hätte einfließen können, wie Andreas Klenkert befand.

Einen Zuschuss aus dem kommunalen Städtebauförderprogramm in Höhe von 1800 Euro stellte der Gemeinderat einer Antragstellerin aus der Meininger Straße in Werneck in Aussicht. Sie will bei ihrem Anwesen die Toranlage erneuern. Laut Bauberater entspreche das Vorhaben den Zielen und Zwecken der Ortskernsanierung. Die Fördersumme entspricht 30 Prozent der förderfähigen Kosten.

Zwei weitere Antragsteller wollen das Kommunale Förderprogramm zur Wohnnutzung alter Bausubstanz in Anspruch nehmen. In einem Fall geht es um ein altes, leer stehendes Wohnhaus in der Bahnhofstraße in Eßleben. Es soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Der Bauantrag bekam bereits grünes Licht vom Gemeinderat. In Aussicht stellte das Gremium jetzt auch den Förderhöchstbetrag von 6000 Euro.

Die Fördervoraussetzungen erfüllt sah der Rat auch bei einem weiteren Vorhaben in der Sonnenstraße in Eßleben und stellte ebenfalls 6000 Euro Förderung in Aussicht, was vier Prozent der geschätzten Investitionssumme entspricht. Geplant ist der Ausbau eines leer stehenden und vor 1950 errichteten Wohnhauses.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Werneck
  • Gerald Gerstner
  • Bauanträge
  • Bebauungspläne
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Edeltraud Baumgartl
  • Evakuierungen
  • Kunden
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Stromtechnik
  • Technik
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!