SCHWEINFURT

Blut von der Nabelschnur kann retten

(kwi) Am Leopoldina-Krankenhaus kann ab sofort Nabelschnurblut gespendet werden. Möglich ist dies durch eine Kooperation mit dem Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register „NKR – Initiative Leben spenden Deutschland“. Durch die Spende, die für die werdenden Eltern kostenfrei ist, könne schwerkranken Menschen möglicherweise das Leben gerettet werden, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Leopoldina.

„Dies ist in der Region bisher einzigartig“, sagt Professor Dr. Michael Weigel, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Leopoldina. Dr. Marlena Robin-Winn, Leiterin des „NKR“ betont, dass weltweit sehr viele schwerkranke Menschen händeringend auf eine Blutstammzellenspende warten würden. Jedes Jahr werden Tausende Menschen Opfer lebensgefährlicher Erkrankungen des blutbildenden oder des Immunsystems. Meist kann ihnen nur noch durch eine Transplantation gesunder Blutstammzellen geholfen werden. Aber häufig stehen keine passenden Spender zur Verfügung. Der dramatische Fall von Tobias Weigand habe dies erst kürzlich vor Augen geführt, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Nabelschnurblut biete eine Alternative zu Blutstammzellen aus dem Knochenmark. Normalerweise Geburtsabfall, enthält es Millionen von Stammzellen, die nach der Abnabelung schmerz- und risikofrei für Mutter und Kind entnommen werden können. Durch die Kältekonservierung stehen die Stammzellen sofort zur Verfügung.

Ihr besonderer Vorteil sei, dass sie besser als Blutstammzellen aus dem Knochenmark vertragen werden, weil Nabelschnurblut-Stammzellen unreifer sind und damit geringere Abstoßungsreaktionen hervorrufen. Deswegen wird weltweit immer häufiger Nabelschnurblut anstelle von Knochenmark eingesetzt.

Mehr Informationen beim NKR (www.nkr-mhh.de) oder in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, www.leopoldina.de

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