Waigolshausen

Bürger hatten wenig auf dem Herzen

Auch wenn die Arbeiten beim Neubau der Kindertagesstätte in Waigolshausen bisher gut voran gingen, gibt es keinen festen Fertigstellungstermin für das 3,6-Millionen-Euro-Projekt. Größter Unsicherheitsfaktor bleibt die angespannte Lage im stark ausgelasteten Baugewerbe. Viele Kind... Foto: Gemeinde Waigolshausen

Einen Überblick über die vielen Baustellen in der Gemeinde sowie die anstehenden Projekte gab Bürgermeister Peter Pfister bei den reihum abgehaltenen Bürgerversammlungen in den drei Gemeindeteilen. Größtes Projekt ist der Neubau der Kindertagesstätte in Waigolshausen, die derzeit mit 3,6 Millionen Euro Kosten veranschlagt wird.

Ob die angestrebte Fertigstellung im Oktober zu schaffen ist, sei wegen der angespannten Lage bei den Baufirmen nicht sicher, sagte Kämmerer Thomas Klein. Viele Kinder stünden nach einem Geburtenboom in Waigolshausen bereits in den Startlöchern. Dank des milden Winters und durchweg guter Handwerker seien die Baufortschritte zufriedenstellend, was Klein anhand aktueller Fotos der Baustelle aufzeigte.

Berichten konnte Pfister von neu angelegten Urnengräbern im Waigolshäuser Friedhof. Demnächst in Angriff genommen werde dort auch die Umsetzung der beschlossenen Baumbestattung.

Allen Vereinen in der Gemeinde dankte Pfister für ihr Engagement, mit dem sie die Dorfgemeinschaften stärkten. Erwartet werden Ende Mai die französischen Freunde aus den Partnergemeinden Carpiquet und Authie zu einem Gegenbesuch und zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde.

Obwohl die Zahl der Geburten (23) auch im vergangenen Jahr die Zahl der Sterbefälle (19) überstieg, nahm die Einwohnerzahl der Gemeinde 2018 weiter auf jetzt 2713 ab, wie den Zahlen der Einwohnerstatistik zu entnehmen war. Bedingt ist das Minus von 26 Einwohnern somit durch Wegzüge. Die Gründe sehen viele in fehlenden Bauplätzen und Mietwohnungen. Deshalb hat der Gemeinderat in Waigolshausen ein neues Baugebiet nördlich des Bahnhofs auf den Weg gebracht. Die Erschließung der 25 Bauplätze "kann allmählich beginnen", sagte Pfister.

Die derzeit gute Finanzsituation der Gemeinde erläuterte der Kämmerer anhand des Rechnungsergebnisses 2018. Gelungen sei in den vergangenen zehn Jahren ein starker Schuldenabbau auf zuletzt 684 000 Euro. Das Rücklagenpolster belaufe sich derzeit auf gut 1,7 Millionen Euro. Beides werde nicht so bleiben, stellte Klein fest. Denn insbesondere bei den Projekten Kindergartenneubau, Kläranlage Hergolshausen und Baugebiet Waigolshausen müsse die Gemeinde in den kommenden Jahren in großem Umfang vorfinanzieren.

Nur wenige Wortmeldungen gab es bei der Bürgerversammlung in Waigolshausen, die auch deutlich weniger Besucher zählte als in den Vorjahren. Unverständnis äußerte Elmar Gößmann gegenüber dem Rückschnitt der Weidenbüsche am Beginn des Wirtschafts- und Radwegs nach Hergolshausen. Die seien im Frühjahr das erste Bienenfutter: "Warum macht die Gemeinde die weg", wollte er wissen. Dies sei für die Reinigung des Grabens erforderlich gewesen, sagte Pfister.

Zehn Krähen, zwei Bussarde und ein Rehbock waren vor einigen Wochen auf einem Acker bei der Bahnlinie tot aufgefunden worden. Was für deren Tod ursächlich war, konnte nicht festgestellt werden, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage von Berthold Pfeuffer. Eingeschaltet worden war die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt.

Aufwendig untersucht wurden die Tiere allerdings nicht, weil dies sehr teuer sei, war von Gemeinderat Bernd Pfeuffer zu hören. Auch eine Anzeige bei der Polizei sei nicht erfolgt und damit habe es auch keine Ermittlungen gegeben. Unzufrieden äußerte sich Elmar Gößmann, dass trotz der merkwürdigen Umstände letztlich "nichts passiert" sei. Was nütze es da, wenn man Vorfälle solcher Art melde.

Thomas Staab berichtete von einem Riss beim Gehsteig in der sanierten Brunnenstraße. Pfister sicherte eine Überprüfung zu.

Martina Kiesel-Hedrich mahnte die Instandsetzung der Mauer beim westlichen Friedhofseingang an, die schon länger keinen schönen Anblick biete. Laut Bürgermeister sollen die Schäden in diesem Jahr behoben werden.

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