Wipfeld

Bürgerbühne Wipfeld inszeniert „Der Theatermacher"

Die Bürgerbühne Wipfeld startet mit einem österreichischen Schmankerl in die Weihnachtszeit, heißt es in einer Pressemitteilung. Unter der Leitung von Max Sauer wird „Der Theatermacher" nach Wipfeld gebracht. Geschrieben von einem der bekanntesten österreichischen Autoren, Thomas Bernhard, beschreibt das Stück eine der prägendsten Erfahrungen seines Autors. Einst geschrieben als Retoure für all den Frust, den Bernhard in seiner Theaterarbeit ertragen musste, verwendet die Bürgerbühne das Stück, um zu verhandeln, warum Theater auf dem Dorf überhaupt Sinn macht.

In „Der Theatermacher" trifft der Staatsschauspieler Bruscon (Stefan Baumgärtner) mit seiner Familie auf eine alte Kneipe im beschaulichen Utzbach - oder doch im schauerlichen Utzbach? Denn bei seiner ersten Begegnung mit der Wirtin des Schwarzen Hirsches (Carolin Schneider) ergreift ihn das Entsetzen. In einer so alten und kleinen Kneipe soll sein Lebenswerk „Das Rad der Geschichte" aufgeführt werden? Mit diesem Gedanken kann sich Bruscon überhaupt nicht anfreunden. Noch dazu ist der unfähige Sohn Ferrucio (Bernd Schneider) nicht einmal in der Lage, sich richtig zu verbeugen! Und das alles in diesem Utzbach. Eine Katastrophe!

Geschickt verhandele das Stück die Vorurteile von Dorfbewohnern und Theatermachern. Mit der Aufführung in einer der ältesten Gaststuben Wipfelds, der Häckerstube Fischer, verbänden sich diese Vorurteile mit der aktuellen Situation in Wipfeld: Durch die Gründung des Vereins Bürgerbühne Wipfeld e.V. im April diesen Jahres gebe es in Wipfeld eben auch ein Theater unter professioneller Leitung, das versuche, neue Wege zu gehen. Theater nicht nur als lustige Unterhaltung zu verstehen, sondern auch als Möglichkeit, Gesellschaft mitzugestalten und darzustellen, seien Ziele, die schon beim Jubiläumsstück im vergangenen Jahr verwirklicht worden seien. Nun stelle sich die Bürgerbühne selbst auf den Prüfstand und zeige mit dieser Inszenierung, dass sie den Mut habe, auch zeitgenössische Literatur aufzuführen und sich damit selbst zu hinterfragen.

Informationen: Aufführungen am Sonntag, 8. Dezember, 15 Uhr, am Montag, 9. Dezember, 19.30 Uhr, am Mittwoch, 11. Dezember, 19.30 Uhr, jeweils in der Häckerstube Fischer (Engelbert-Klüpfel-Straße 6, 97 537 Wipfeld); Einlass: 30 Minuten vor Beginn; Kartenpreis: acht Euro (Karten sind erhältlich ab einer Stunde vor Beginn an der Abendkasse); Reservierungen unter Tel.: (0178) 9627851 zu den Öffnungszeiten am Mittwoch, 4. Dezember, 17 bis 19 Uhr, und am Samstag, 7. Dezember, 10 bis 14 Uhr.

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