Werneck

Bürgerhaus als Leuchtturmprojekt in der Städtebauförderung

Bei sieben Gegenstimmen hat der Gemeinderat den Jahresantrag für die Städtebauförderung 2020 auf den Weg gebracht. Als einziges städtebauliches Vorhaben der Gemeinde steht die ehemalige Wernecker Grundschule auf der Agenda. Angesetzt werden 100 000 Euro für die Durchführung eines Architektenwettbewerbs, dem der Gemeinderat im Oktober bereits zustimmte. Dieser Planungswettbewerb soll Klarheit bringen, ob das Grundschulgebäude zu einem Bürgerhaus umgebaut werden kann oder ein Neubau hierfür sinnvoller ist.

Das Projekt ist im Gemeindeentwicklungskonzept als "Leuchtturmprojekt" vorgesehen. Eine Grobschätzung sind noch die Umsetzungskosten. Für die Fortschreibungsjahre 2021 und 2022 werden jeweils eine Million Euro angesetzt. Berücksichtigt ist im Antrag für 2020 auch wieder das kommunale Förderprogramm zur Unterstützung privater Sanierungsvorhaben im Kernort von Werneck mit einem jährlichen Ansatz von 25 000 Euro auch für die Folgejahre. Für die Sanierungs- und Bauberatung als Bestandteil dieses Förderprogramms werden weitere 5000 Euro jährlich angesetzt.

Passiven Schallschutz einplanen

Erneut beschäftigte den Gemeinderat der Bebauungsplan "Ruppertsfeld III" in Egenhausen. Die Ergebnisse eines Schallschutzgutachtens zum Verkehrslärm der Autobahn A 7 machten Ergänzungen im Planentwurf nötig. Für das Wohngebiet herangezogen wird auf Beschluss des Gemeinderates die Verkehrslärmschutzverordnung, deren Grenzwerte von 59 Dezibel am Tag und 49 Dezibel in der Nacht laut Gutachten eingehalten werden.

Der nächtliche Grenzwert der DIN Schallschutz im Städtebau von 45 Dezibel wurde bei der Messung aber um drei Dezibel überschritten. Aktiver Schallschutz für das Baugebiet ist trotzdem nicht notwendig. Die künftigen Bauherren bekommen aber den Hinweis, passiven Schallschutz einzuplanen: Schlafräume sollten nicht in Richtung Autobahn angeordnet werden. Falls doch sollte eine schallgedämpfte Lüftungseinrichtung eingebaut werden. Der Rat billigte den überarbeiteten Bebauungsplanentwurf, der jetzt zum dritten Mal in die öffentliche Auslegung geht.

Einen Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung hat ein Aussiedlerhof in Schraudenbach beantragt, der momentan noch vollständig über einen Brunnen versorgt wird. Künftig soll das Brunnenwasser nur noch für landwirtschaftliche Zwecke verwendet werden. Der Rat hatte keine Einwände, da sämtliche Baukosten vom Antragsteller übernommen werden müssen, was eine Sondervereinbarung regelt. Zugestimmt hat der Rat auch der geplanten Leitungsverlegung in gemeindlichen Grünwegen zum Hofanwesen bei der Straße Richtung Arnstein.

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