Niederwerrn

Bürgermeisterwahl Niederwerrn: Keine Podiumsdiskussion

Was die CWVO triumphierend in die Welt gesetzt hat, findet doch nicht statt: eine Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten. Das hat wohl ganz praktische Gründe.
Um den Einzug ins Niederwerrner Rathaus geht's bei der Kommunalwahl am 15. März. Eine Podiumsdiskussion der drei Kandidaten – von der CWVO ohne vorherige Absprache angekündigt – findet nicht statt.
Um den Einzug ins Niederwerrner Rathaus geht's bei der Kommunalwahl am 15. März. Eine Podiumsdiskussion der drei Kandidaten – von der CWVO ohne vorherige Absprache angekündigt – findet nicht statt. Foto: Marco Hofmann

Am 21. Februar hat die Christliche Wählervereinigung Oberwerrn (CWVO) die zwei Bewerberinnen und den einen Bewerber um das Bürgermeisteramt in Niederwerrn durch ein Schreiben wissen lassen, dass sie sich entschlossen hat, "am 4. März 2020 um 19.30 Uhr im Pfarrheim Oberwerrn eine Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten zu organisieren". Die Verfasserin Gabriele Reuß ging davon aus, "dass dies eine exzellente Gelegenheit darstellt", um den Wählern Konzepte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede darzustellen. Einen parteipolitisch neutralen Moderator habe sie auch schon.

Dem Druck nachgegeben?

Ohne überhaupt eine Antwort abzuwarten, kündigte Gabriele Reuß ferner an, diese Ankündigung an die Medien zu versenden. Am 29. Februar ließ die CWVO in einer weiteren ganzseitigen Pressemitteilung wissen, die amtierende Bürgermeisterin Bettina Bärmann (Freie Wähler) gebe "dem öffentlichen Druck" nach und stelle nun eine Podiumsdiskussion der Kandidaten in Aussicht – aber am 5. März und mit einem anderen Veranstalter. Die Bürger sollten dieses Angebot wahrnehmen. 

Mittlerweile ist aber klar, dass es diesmal keine Nieder-/Oberwerrner Bürgermeisterkandidaten-Podiumsdiskussion geben wird. In einem von allen drei Bewerbern unterzeichneten Schreiben an diese Redaktion heißt es, dass nicht alle von ihnen den einzig von der CWVO vorgeschlagenen Termin, 4. März, in Oberwerrn wahrnehmen könnten. "Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Einladung der CWVO an die Bürgermeisterkandidaten zeitgleich mit der öffentlichen Bekanntmachung erfolgte, ohne vorherige Absprache."

Kein gemeinsamer Termin

Weiter heißt es in der gemeinsamen Erklärung, grundsätzlich wären alle drei Kandidaten zu einer öffentlichen Debatte bereit gewesen. Deshalb habe man versucht, "einen unparteiischen Ausrichter zu organisieren". Die Tageszeitung führe aber, anders als vor sechs Jahren, keine Podiumsdiskussion in den Gemeinden durch. Dankenswerterweise hätten sich AWO und VdK bereiterklärt, als neutraler Veranstalter mit professionellem Moderator eine Podiumsdiskussion durchzuführen. In der knappen Zeit bis zum Wahltag sei aber kein Termin mehr gefunden worden, an dem alle drei Bewerber und der Moderator hätten teilnehmen können.

Abschließend heißt es in der Erklärung, alle Kandidaten stellten sich bis zur Wahl noch an verschiedenen Stellen der Öffentlichkeit, sodass eine fundierte Wahlentscheidung möglich sein werde. Unterzeichnet von: Bettina Bärmann (FW), Thomas Wohlfahrt (SPD), Jennifer Köhler (CSU). Das weiß auch schon die vorschnelle CWVO, die eine solche Diskussion, ohne Zusagen abzuwarten, einfach verordnen wollte. Auf ihrer Facebook-Seite hat sie die Ankündigung mit lilafarbenen Warnhinweisen aufgehoben: "Entfällt aufgrund Absage aller Bürgermeister-Kandidaten". 

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