SCHWEINFURT

Bundesverdienstkreuz für Herwig Baier

Prof. Dr. Herwig Baier wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Links Innenstaatssekretär Gerhard Eck, rechts Regierungspräsident Paul Beinhofer. Foto: Dita Vollmond

Die Liebe zur alten Heimat, dem Sudetenland und dem Egerland, treibt ihn an: Prof. Dr. Herwig Baier (83) aus Schweinfurt bringt sich seit über 30 Jahren im Bereich der Vertriebenenpolitik ein. Dafür wurde er im Rahmen einer Feier in der Residenz in Würzburg mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Baiers Bereitschaft, auch im höheren Lebensalter Verantwortung zu übernehmen, aber auch sein breites und profundes Wissen über die Geschichte und Kultur des Sudeten- und Egerlandes seien beeindruckend, so die Laudatio.

Mitglied der „Seliger Gemeinschaft“

Baier wurde 1973 auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Lernbehindertenpädagogik der Fakultät für Psychologie und Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) berufen und war dort bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 ordentlicher Professor, so die Pressemitteilung. 1988 wurde er Mitglied der „Seliger-Gemeinde“, der Gemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten.

Baier war von 2005 bis 2014 Beisitzer für Bayern im Vorstand des Bundesverbandes der „Seliger-Gemeinde“ in München und ebenfalls bis 2014 Beisitzer im Vorstand des Landesverbandes des Vereins in Hof. Bis zum Jahr 2014 gehörte er zudem der Jury des kulturpolitischen Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreises der Seliger-Gemeinde an. 1984 wurde Baier zum ordentlichen Mitglied der Geisteswissenschaftlichen Klasse der „Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste“ berufen. Baier arbeitet auch mit Kollegen der Karl-Universität Prag zusammen, so die Mitteilung.

Zahlreiche Veröffentlichungen

Im „Heimatverein Luditz, Buchau, Deutsch-Manetin“ war er von 2012 bis 2015 als stellvertretender Vorsitzender tätig. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge, unter anderem in der „Sudetendeutschen Zeitung“, im „Egerländer“ und im Heimatbrief des Vereins. Auch für die Heimatgliederung der Sudetendeutschen Landsmannschaft war er lange Jahre als Ortsbetreuer seines Heimatortes Lubenz tätig, stand dem Ortsverein vor und organisierte Heimattreffen. Als er im Jahr 2009 Mitglied in der „Egerländer Gmoi z‘ Schweinfurt“ wurde, engagierte er sich von Beginn an als stellvertretender Vorsitzender. Nachdem er das Amt 2015 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat, wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Sooft es sein Gesundheitszustand zulässt, nimmt er weiterhin an Veranstaltungen teil. Seit der Eröffnung des Saazer Heimatmuseums in Schweinfurt im September 2012 hat er sich als Mitglied im Vorstand der „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ um das Museum gekümmert.

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