Mühlhausen

Butler James und die „Schnäpsla“

Na dann Prost: Peter Fuchs und Rainer Geis begeisterten beim Fränkischen Abend in Mühlhausen. Foto: Stefanie Büttner

Amüsant und kurzweilig gestaltete sich der zweite Fränkische Abend in Mühlhausen, der unter dem Motto „Bulldogs und Butler James“ stand. Der Abend bot „Fränkisches in allen Facetten“, wie Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl zur Begrüßung der Gäste in der voll besetzten Alten Schule sagte: Fränkisches auf dem Teller, Fränkisches auf der Leinwand, Fränkisches auf der Bühne und Fränkisches auf dem Akkordeon.

Denn damit das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack kam, servierte der TSV Mühlhausen unter Federführung seiner Vorsitzenden Thorsten Eschenbacher handgemachte „Fläschkrapfli mit Grumberngemüas“. Derart gestärkt waren die Besucher bereit für den ersten Beitrag, den Film „Bulldog-Liebe“, wie es im Presseschreiben heißt. Die dokumentarische Liebeserklärung an die alten Schlepper von Eicher, Lanz, Hanomag & Co. präsentierte Benedikt Feser, Vorsitzender des Vereins zur Bewahrung des unterfränkischen Dialekts mit Sitz in Büchold.

Selbstgeschriebene „Bulldog-Liedli“ und ein Silvester-Klassiker

Während einer kurzen Umbaupause präsentierte Wolfgang Müller auf dem Akkordeon virtuos Klassiker wie das „Frankenlied“, aber auch selbstgeschriebene „Bulldog-Liedli“, bevor sich der Abend seinem Höhepunkt näherte: Peter Fuchs und Rainer Geis aus Büchold luden stilecht in Frack und Abendkleid zum „Ass‘n für aan“, also zur fränkischen Version des Silvester-Klassikers „Dinner for one“, und drückten dabei dem Stück eine ganz lokale Note auf.

So saßen an der "virtuellen" Geburtstagstafel nicht etwa Sir Pommeroy oder Admiral von Schneider, sondern der Mühlhäuser Architekt Benedikt Gerber, „Sir“ Richard Stark von der Theatergruppe des TSV Mühlhausen, Gemeinderat Bernhard Sauer und Wernecks Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl. Auch sie bekamen von Butler James statt des obligatorischen „Chicken with Champagne“ die „Fläschkrapfli“ serviert. Zu trinken gab es weder Sherry noch Portwein, sondern „a Schnäpsla“ zu jedem Gang.

Die Trinksprüche, die „James“ zum Besten gab, kamen beim Publikum gut an, so sagte er bei Bürgermeisterin Baumgartl: „Ich bin die Miss Baumgartl, Bürgermeisterin von Werneck. Aber nur noch ein Jahr, dann bin ich weg“. Architekt Gerber ließ er erklären: „Hast Du mal wieder was vercheckt, frag mich, denn ich bin Architekt“.  Durch diese persönliche Note sei das fränkische „Dinner for one“ zu einem einmaligen Erlebnis geworden, wie es abschließend heißt.

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