Schweinfurt

Chemikalien zum Bombenbau im Keller

Ende März 2018: Großer Polizei- und SEK-Einsatz in Schweinfurt. Nun steht der Hauptverdächtige wegen unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen vor Gericht.
Am Dienstag vor Gericht: Der Mann, der in Schweinfurt im Keller und seiner Wohnung Chemikalien zum Bomben- und Böller-Bau gehortet haben soll. Letztes Jahr gab es deswegen einen spektakulären Polizeieinsatz in Schweinfurt. Foto: Patty Varasano

Gut 18 Liter Wasserstoffperoxid, drei Liter Aceton, Schwefelsäure, Salzsäure, Carbit – und so fort. Eine erhebliche Menge Chemikalien, die zum Bau von Sprengmitteln und Böllern geeignet sind, fanden Polizei und Sondereinsatzkräfte Ende März letzten Jahres im Kellerabteil und einer Wohnung eines größeren Wohnkomplexes in der Euerbacher Straße.

Kompletter Wohnkomplex wurde geräumt

Ein Gerichtsvollzieher hatte die dubiose Chemikaliensammlung bei einer Zwangsräumung entdeckt und gemeldet. Das löste einen Großeinsatz  von Polizei und SEK-Kräften aus. Der komplette U-förmige Wohnkonplex wurde geräumt, die Bewohner wurden evakuiert und in eine nahe Turnhalle gebracht. 

Am Dienstag, 7. Mai, steht der Hauptverdächtige nun vor dem Schöffengericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unerlaubten Umgang mit expolsionsgefährlichen Stoffen sowie den Besitz von zwei Schusswaffen vor und Sachbeschädigung. Er soll mit seinen selbst gebastelten Sprengkörpern zwei öffentliche Mülleimer am Straßenrand in die Luft gejagt haben. Mitangeklagt sind ein Mann und eine Frau,  die ebenfalls Chemikalien und Sprengstoff des Angeklagten aufbewahrt haben sollen.

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