Hundelshausen

Corona: Wie kommt Felix aus Mexiko weg?

Am vergangenen Samstag wollte Felix Meinl aus Hundelshausen seine Heimreise aus Mexiko antreten. Das hat nicht funktioniert, Coronahalber – und hat auch mit Trump zu tun.
Felix Meinl vor Bilderbuchidylle in Mexiko. Der Koch-Azubi aus Hundelshausen (Lkr. Schweinfurt) kann coronabedingt gerade den Heimflug nicht antreten, weil der über Dallas (USA) führen würde. Foto: Viviana Ruiz

Felix Meinl macht sich am 2. März auf den Weg nach Puebla in Mexiko, um seine Freundin zu besuchen. Die beiden kennen sich aus Deutschland, denn dort studiert Viviana Ruiz. Die gebürtige Mexikanerin ist über die Semsterferien in ihre Heimat gereist, wo Meinl sie und ihre Familie besucht. 30 Grad im Schatten, Wanderungen  rund um den Vulkan "Popocatépetl" und die gute Küche sagen dem angehenden Koch besonders zu.

Ab Dallas geht nichts mehr

"Drei Wochen vergehen viel zu schnell", klagt Meinl, als die Heimreise bevorsteht. Für Samstag, 21. März, ist der Rückflug gebucht, doch den verhindert die Anordnung des US-Präsidenten Donald Trump, die Europäer mit einem Einreisestopp in den USA belegt. Der Flug des 23-Jährigen nach Frankfurt am Main sieht nämlich den Umstieg in Dallas (Texas) in eine andere Maschine vor. Von dort aber kommt Meinl nicht mehr weg, er bereits gebuchte Rückflug ab Dallas ist schlicht gestrichen. 

"Wenn ich den Flugstatus auf der Website von American Airlines checke, dann gibt es nur noch den Flug von Mexiko Stadt nach Dallas", erklärt Meinl. Mehrmals versuchte er die Airline zu erreichen, allerdings vergeblich. Der 23-Jährige bekommt auch keine weiteren Informationen über seinen Flugstatus. "Ich habe den Flug über einen Drittanbieter gekauft, und die kommen einfach nicht mehr hinterher", sagt er.

Zurück nur mit neuem Flug

Und nun? "Bevor ich in den USA festsitze, bleib' ich lieber in Mexiko", sagt der Koch. Er entscheidet sich, den Flug am letzten Samstag nicht wahrzunehmen. Weiterhin versucht Meinl die Airline zu erreichen. Denn von Rückholaktionen seitens des Auswärtigen Amts sei er ausgeschlossen, da er sich in keinem Krisengebiet befindet, sagt er. Erreicht der Gestrandete die Airline nicht, gibt es für den Auszubildenden nur noch eine Möglichkeit nach Hause zu kommen: einen neuen Flug buchen. Die seien inzwischen aber enorm teuer. "Vor allem Direktflüge, die am wenigsten Risiko bergen, woanders festzusitzen, sind kaum zu bezahlen." Damit der 23-Jährige die Heimreise dennoch antreten kann, bekommt er sicherheitshalber eine Finanzspritze von seiner Mutter. Sein Hin- und Rückflug hatte 500 Euro gekostet. Nun könnte der neu zu buchende Rückflug alleine ein Mehrfaches kosten.

Das Hotel, bei dem Meinl ausgebildet wird, ist momentan wegen der Coronafolgen geschlossen. Doch antreten zur Arbeit muss er trotzdem. Nun hofft der angehende Koch, dass er möglichst bald nach Hause kommen kann.        

Airline endlich erreicht 

Kurz vor dem geplanten Abflug erreicht Meinl endlich die Fluggesellschaft. "Es wird einen Ersatzflug am 26. März geben. Allerdings wird es statt einem Umstieg nun zwei geben. Einen in Dallas und einen in London", erklärt er.  Da London aus der EU ausgetreten ist, gibt es kein Problem mit dem Einreisestopp der USA. Spitzt sich die Lage coronahalber in einem der Länder weiter zu, steht auch dieser Flug auf der Kippe. Zweifel, dass dieser Flug stattfinden wird, bestehen nicht nur bei dem jungen Koch. Auch seine Familie äußert Bedenken: "Der kommt am Donnerstag noch nicht zurück", befürchtet seine Mutter, Elke Meinl. 

Wer jetzt denkt, Meinl könne sein Urlaubsprogramm einfach erweitern, der irrt. Denn auch in Mexiko gibt es inzwischen Ausgangssperren. 

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