OBERSCHWARZACH

Dank an einen „Weggefährten“

Neue Häfner-Veröffentlichung: Vor dem Altar, an dem der im KZ Dachau 1942 gestorbene und 2011 von der Katholischen Kirche selig gesprochene Pfarrer von Oberschwarzach, Georg Häfner, in der Klosterkirche des Würzburger Karmelitinnenklosters seine erste heilige Messe feierte, stellen (von links) der Autor, Domdekan Günter Putz, Schwester Beata und Priorin Schwester Immaculata das Häfner-Buch „Opferfrucht“ vor.
Neue Häfner-Veröffentlichung: Vor dem Altar, an dem der im KZ Dachau 1942 gestorbene und 2011 von der Katholischen Kirche selig gesprochene Pfarrer von Oberschwarzach, Georg Häfner, in der Klosterkirche des Würzburger Karmelitinnenklosters seine erste heilige Messe feierte, stellen (von links) der Autor, Domdekan Günter Putz, Schwester Beata und Priorin Schwester Immaculata das Häfner-Buch „Opferfrucht“ vor. Foto: Hauck

In einem Band mit dem Titel „Opferfrucht“ hat Domdekan Prälat Günter Putz die Beiträge gesammelt, die er in seiner Funktion als diözesaner Postulator im Zuge des Seligsprechungsverfahrens für Pfarrer Georg Häfner verfasst hat. Vorgestellt wurde das Buch jetzt im Würzburger Karmel Himmelspforten. Hier hatte der im Mai 2011 selig gesprochene spätere Pfarrer von Oberschwarzach am 21. April 1924 in der Klosterkirche seine erste heilige Messe gefeiert.

„Der vorliegende Band soll dazu helfen, die Kraft des christlichen Glaubens, die Würde des priesterlichen Amtes und die Macht der Gnade Gottes einmal mehr zu bekräftigen“, sagte der Autor. Zudem sei es sein ganz persönlicher Dank an Häfner, der ihm in den Jahren seines priesterlichen Dienstes immer mehr ein zuverlässiger Weggefährte geworden sei, so Putz in der Pressemitteilung des Bischöflichen Ordinariats weiter.

Das Spektrum der Texte reicht von „Gott im KZ – Das Zeugnis des Priestermärtyrers Georg Häfner“ über „Die Wiederentdeckung der Innenwelt – Zugänge zur Lebenswelt von Pfarrer Georg Häfner“ bis hin zu „Mache meine Schritte standhaft‘ (Psalm 17,Vers 5) – Spiritualität auf dem Prüfstein“.

Besonderen Dank sprach Günter Putz Schwester Beata aus dem Würzburger Karmel aus. Sie hatte auf Veranlassung der damaligen Oberin Schwester Petra eine Ikone des Seligen Georg Häfner geschaffen. Als Reproduktion ist diese im Buch enthalten.

Da der Selige eine sehr zurückgezogene Hingabe an Gott gelebt habe, wie sie durchaus der orthodoxen Spiritualität entspreche, ist die Darstellungsform der Ikone für die Person des Märtyrers Häfner genau passend, heißt es. Schwester Beate selbst erzählt: „Bei der Gestaltung habe ich mich an der Vision der Eltern Häfners orientiert. Diese sahen bei einer Zugfahrt an dessen Todestag ihren Sohn in Chorkleidung, mit Siegespalme, Kreuz und roter Stola in den Wolken.“

In etwa zweiwöchiger Arbeit gestaltete die Ordensfrau die Ikone auf Pappelholz. Das Karmelitinnenkloster schenkte das Werk Domdekan Putz.

Buchtipp: Günter Putz. Opferfrucht. Der selige Georg Häfner (1900-1942). 120 Seiten, 14,80 Euro. Echter Verlag, Würzburg, ISBN 978-3-429-03573-0.

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