Schweinfurt

Das Papierticket hat ausgedient

Als eines der ersten Busunternehmen in Deutschland haben die Schweinfurter Stadtwerke komplett auf eTickets umgestellt - mit Erfolg, bereits 16 500 wurden verkauft. Foto: Stefan Pfister

Der öffentliche Personennahverkehr hat nicht immer den besten Ruf, gerade auf dem Land. In Schweinfurt erfreuen sich die von den Stadtwerken seit Jahrzehnten betriebenen Buslinien aber großer Beliebtheit – acht Millionen Passagiere werden im Schnitt pro Jahr in den 40 eigenen und zehn angemieteten Bussen auf 35 Linien im Stadtgebiet transportiert.Schon seit Mitte 2017sind die Stadtwerke bei einem Thema Vorreiter in Deutschland: dem eTicket. Das hat man als eines der ersten Unternehmen eingeführt und sehr gute Erfahrungen gemacht. Schon 16 500 dieser Tickets wurden laut Auskunft von Pressesprecherin Hannah Schesink verkauft. Zum 31. Dezember werden nun die alten Papierfahrscheine ungültig, müssen umgetauscht werden. Dann geht's nur noch elektronisch.

Das heißt allerdings nicht, dass nur noch Smartphone-Besitzer Bus fahren können, wie Kommentatoren in unserem online-Angebot und auf unserer Facebookseite befürchten. Träger für das eTicket ist eine Chipkarte im Scheckkartenformat. Die Fahrten werden entweder abgebucht oder per Rechnung bezahlt. Diese Info fehlte in der ersten Version des Artikels. Den Antrag für das Ticket gibt es im Kundencenter in der Wolfsgasse, im Silvana und in den Vorverkaufstellen und online.  

Dieser Papierwust an Tickets für Schweinfurter Busse ist schon lange Vergangenheit: Seit August 2017 wurde auf eTickets ... Foto: SWG/Hannah Schesink

Einer der Gründe für den Wechsel zum eTicket war der "Bauchladen" an verschiedenen Papiertickets, mit dem der Busfahrer zurecht kommen musste. Jetzt ist vieles einfacher, außerdem gibt es dank kostenlosem Wlan in den Schweinfurter Bussen und einer neuen App die Möglichkeit, sekundengenau zu schauen, wo der gewünschte Bus gerade ist. Laut Stadtwerke  vereinfacht das eTicket die "Bezahl- und Abrechnungsvorgänge und beschleunigt die Einsteigevorgänge".

Man habe in den vergangenen eineinviertel Jahren festgestellt, dass das eTicket sehr schnell von den Fahrgästen akzeptiert wurde, in nur wenigen Einzelfällen würden noch die alten Papierfahrscheine benutzt, so Schesink. Nun sei es an der Zeit, endgültig umzustellen. Wer noch alte Fahrscheine zu Hause hat, bekommt den Wert erstattet. Bei den Würzburger Verkehrsbetrieben gibt es ein vergleichbares Angebot noch nicht.

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