NIEDERWERRN

Das Thema „Kreisel“ geht in dritte Runde

Beim Thema „möglicher neuer Kreisel“ kommt kurz Heiterkeit auf, in der mit Anträgen gut gefüllten Sommersitzung des Gemeinderats.

Der bestehende „kleine Kreisverkehr“ Höhe Ludwig-, Breslau-, und Kautzenstraße hat schon für reichlich Aufregung gesorgt. Die beiden Gemeinderats-Experten Bernd Hilmer und Norbert Hart, die als Polizist beziehungsweise Fahrlehrer mit einer Verkehrsschau befasst waren: sie können sich zusätzlich zu den beiden jetzigen Kreiseln noch einen dritten vorstellen, an der Kreuzung Breslau- , Hainlein- und Ehrlichstraße, oberhalb des umstrittenen Mini-Kreisels.

„Ein Kreisverkehr ist gut, wenn der Verkehr durchpasst“, merkte dazu Willi Gößmann an. Der CSU-Gemeinderat erinnerte an den (in diesem Fall dann zwischen gleich zwei Kreiseln liegende) Glaserbetrieb, der bereits durch die jetzige Verkehrsinsel Probleme bei der Anlieferung habe.

Es blieb allerdings bewusst bei unverbindlichen Gedankenspielen, die Debatte soll noch folgen. Norbert Hart berichtete von Problemzonen in Oberwerrn, wo vor allem die Parksituation im Ortskern Kopfzerbrechen bereitet, rund um Hauptstraße und Brunnengasse. Mitunter wäre den Leuten nicht klar, wo ein Seitenstreifen, wo ein Gehweg sei. An der Bäckerei wäre ein regelrechter „Drive In“, bis vor die Tür, entstanden. Am Bonland, an der SW 10/Rhönstraße, fehle eine sichere Überquerung für den aus Niederwerrn kommenden Radweg. In der Kurve der Bonland-Straßeneinmündung wird eine Markierung vermisst, um Überschneidungen und Unfälle mit dem Gegenverkehr zu verhindern.

Bernd Hilmer könnte sich für Niederwerrn weitere Zebrastreifen vorstellen, etwa in der Hainleinstraße vor dem Einkaufsmarkt Maul, Höhe VR-Bank, ebenso wie weiter westlich, hinter der Verkehrsinsel, um den Schulweg sicherer zu gestalten. Dazu könnte ein Zebrastreifen in der Pestalozzistraße kommen, zwischen Kindergarten und Schule. Denkbar wären unter anderem noch die Absenkung der Bordsteinkante am Unterbrunnen, für Rollstuhlfahrer, oder eine Einbahnstraßenregelung im Dreieck Sachsberg, Raiffeisenplatz und Schweinfurter Straße, im Bereich der Metzgerei.

Mit einem Anteil á 250 Euro und zwei Gegenstimmen ist Niederwerrn der Energiegenossenschaft Oberes Werntal (EOW) beigetreten, die zuvor bereits mit der Niederwerrner Friedrich-Wilhelm Raiffeisen eG fusioniert hat.

In der Sitzung rührte EOW-Aufsichtsratsvorsitzender Werner Göbel noch einmal die Werbetrommel: „Es wird eine Rekommunalisierung der Energieversorgung geben“, so der Kronunger Ingenieur, die Kommunen seien schon immer rechtlich für die Versorgungs-Sicherheit zuständig gewesen.

Energiewende umsetzen

Man habe (von Poppenhausen aus) von Anfang an das gesamte Obere Werntal im Blick gehabt, damit sich eine Selbstversorgung aus alternativen Energiequellen rentiere. Nun wolle man die Energiewende vor Ort umsetzen, als Genossenschaft mit Direktvermarktung und eigenen Preisen: zu diesem Zweck sind sowohl alle Regionalbanken Mitglied, ebenso wie die ÜZ und die Forchheimer Naturstrom AG, die für die Versorgungssicherheit sorgen sollen. Wolf-Dietrich Lang hätte sich seitens der SPD auch das Zeichnen mehrerer Anteile vorstellen können, es gelte, ein Signal zu setzen. In Niederwerrn geht es nun um die Nutzung von Großdachflächen für EOW-eigene Photovoltaikanlagen. Konkret soll die Übertragung des alten Rathauses geprüft werden (zwei Gegenstimmen). Im Bereich Schulverwaltungstrakt werden geplante Umbauarbeiten am Gesamtgebäude abgewartet, aufgrund möglicher Beeinträchtigung der Paneele.

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