SCHWEINFURT

Dem Geheimnis der Brezel auf der Spur

So brezeln Sieger: Das Team Landratsamt beim Tag des Handwerks; (Von links)  Ludwig Stark, Florian Töpper, Peter Seifert und Christine Bender. Im Hintergrund Sorya Lippert und Frank Reppert.
So brezeln Sieger: Das Team Landratsamt beim Tag des Handwerks; (Von links) Ludwig Stark, Florian Töpper, Peter Seifert und Christine Bender. Im Hintergrund Sorya Lippert und Frank Reppert. Foto: Martina Müller

Bevor Sie das nächste Mal in eine Brezel beißen, schauen Sie sich das Teil bitte mal genau an. Schon mal überlegt, wie so was gemacht wird? Wieviel Arbeit in so einem Gebäck steckt? Wie schwer es ist, so was nachzumachen? Wieviel Windungen und Knoten das Ding eigentlich hat? Wie man die aus einer Teigrolle hinkriegt?

Schwieriger als das zweite juristische Staatsexamen, meinte Landrat Florian Töpper, Teil eines der drei Wettbewerb-Teams am Tag des Handwerks nach seinem ersten Brezel-Werfen – so heißt das in der Bäcker-Fachsprache.

Am Tag des Handwerks präsentierten sich die Innungen am Marktplatz, informierten über Ausbildungsmöglichkeiten, ihre Arbeit. Kreishandwerksmeisterin Margit Rosentritt hatte sich zusammen mit ihrem Team noch einen witzigen Wettbewerb ausgedacht.


Drei Teams traten in drei Sparten gegeneinander an: sie mussten backen, malen und sich im Sanitär-Handwerk beweisen. Im Team Politik am Start: Staatssekretär Gerhard Eck, Landtagsabgeordnete Kathi Petersen, die ehemalige Landtagsabgeordnete Ruth von Truchseß und Bezirksrat Stefan Funk. Das Landratsamt schickte Landrat Florian Töpper, seine Stellvertreter Christine Bender und Peter Seifert sowie Fahrer Ludwig Stark ins Rennen.

Für die Stadt kämpften Bürgermeisterin Sorya Lippert, Sozialamtsleiterin Corina Büttner, Sportamtschef René Gutermann und Frank Reppert, Leiter des Ordnungsamtes.

Manches Talent zeigte sich. Nicht nur handwerklich. Als Politiker sollte man nicht das Problem, sondern die Lösung sehen. Gerhard Eck und Stefan Funk kamen nach der ersten Brezel-Wurf-Demonstration auf eine geniale Idee: Man könnte doch statt Brezeln Laugenstangen machen.

Netter Versuch. Nützte aber nichts. Es wurde gebrezelt, was das Zeug hielt. Ergebnis: Respekt fürs Bäckerhandwerk und Selbstkritik: „Verkaufen könnte man die nicht.“ Oder wie Gerhard Eck so schön sagte: „Kesselfleischschneiden ist einfacher.“

 

Tag des Handwerks am Marktplatz: so geht Brezelwerfen.

Posted by Schweinfurter Tagblatt on Samstag, 19. September 2015

Schon nach der ersten Disziplin kristallisierte sich das Landratsamt als Favorit heraus. „Gänsehautgefühl“, meinte der Landrat dazu. In jeder Disziplin gab es 100 Punkte zu holen. Die Jury, bestehend aus Ausbildungsberater Roland Maul und der Autorin dieses Berichts, bewerteten die Leistungen gemeinsam mit den Fachleuten der Innungen. Sauberkeit, Geschwindigkeit, Vorgehensweise und Gesamter Eindruck wurden beurteilt. Kathi Petersen und Stefan Funk legten zum Beispiel als Team beim Punkt Vorwandtechnik eine Spitzenleistung hin.

Florian Töpper beeindruckte das Publikum mit der meditativen Akkuratesse, mit der er die Abdeckfolie von seiner auf eine Wand gemalten Schmuck-Bordüre abzog. Christine Bender könnte sofort in die Brezelproduktion einsteigen. Die Stadt hat ein Händchen für das Sanitärhandwerk. „Einwandfreie Arbeit“, meinte der Handwerks-Profi anerkennend in Richtung Stadt.

Das Landratsamt war aber nicht einzuholen. 290 Punkte holte das Team. Auf Platz zwei kam die Stadt mit 280 Punkten. Platz drei (Zitat Stefan Funk: Sieger der Herzen) mit 259 Punkten erntet das Team Politik.

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