Werneck

Demonstranten in Werneck solidarisch mit "Fridays for Future"

Vor der Kulisse des Wernecker Schlosses demonstrierten am Freitag zum zehnten Mal einige Erwachsene für mehr Klimaschutz. Foto: Silvia Eidel

Zum zehnten Mal stand am Freitag Vormittag eine kleine Gruppe Erwachsener auf dem Balthasar-Neumann-Platz in Werneck, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Aus "Solidarität mit Fridays for Future" der Kinder und Jugendlichen, wie auf einem Schild zu lesen war.

Selbst gemalt oder beklebt waren die Plakate, die die Männer und Frauen mit sich trugen. "Wir haben die Schnauze voll", stand da beispielsweise neben einem gemalten Delphin, der Plastikmüll in der Schnauze hatte. "Energiewende nicht platzen lassen", hieß es auf einem anderen, oder "Wirksamer Klimaschutz, weil die Zukunft unserer Kinder auf dem Spiel steht".

Etliche der wenigen Passanten gingen achtlos vorüber, andere blieben stehen und beobachteten die kleine Versammlung auf dem Platz zwischen Rathaus, Schloss, Ärztehaus und Marktkrankenhaus. Einige ließen sich gelbe und grüne Info-Zettel geben, auf denen unter anderem die Beiträge aufgelistet waren, die jeder Einzelne für mehr Klimaschutz leisten könne: Nicht mehr fliegen, kleinere oder gar keine Autos fahren, weniger Fleisch essen, regionale Produkte kaufen. "Es gab hier auch schon gute Gespräche", meinte Udo Rumpel.

"Wir müssen aufwachen"

Autofahrer verlangsamten ihr Tempo, um den stillen Protestierern zuzusehen. Aus dem vorbeifahrenden Schulbus heraus blickten Kinder den Schilder tragenden Erwachsenen nach.

Laute Parolen skandierten die Demonstranten nicht, aus Rücksicht auf das Marktkrankenhaus, wie Beate Rumpel sagte, die die Demonstration angemeldet hatte. Andernfalls würde die Polizei den Protestierern einen anderen Platz zuweisen.

"Wir müssen endlich aufwachen", sagt eine Frau. "Wir haben's verbockt, wir müssen beginnen", meint ein Mann, der auf seinem Schild auf die Problematik der "Wirtschaftsflüchtlinge" aufmerksam macht.

Kohleausstieg

Die Bundesregierung wollen alle in die Pflicht nehmen. Forderungen lauten nach einem sofortigen Kohleausstieg, Subventionen für fossile Brennstoffe abzuschaffen, die Förderung der Erneuerbaren Energien nicht auszubremsen, Geschwindigkeitsbegrenzungen anzuordnen oder in Bayern die 10-H-Regelung für Windräder zu kippen.

Die Frage, wie lange die Erwachsenen denn immer freitags auf dem Platz demonstrieren wollen, beantwortet ein Teilnehmer mit Blick auf das zehnte Treffen: "Ich sag mal hundert Mal, man muss da durchhalten."

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