STAMMHEIM

Den Rechten den Marsch blasen

Der Stammheimer Widerstand gegen die rechtsextreme Partei „Die Rechte“ und ihre an Pfingsten eröffnete Landeszentrale mitten im Dorf geht weiter. Nun will die örtliche Musikkapelle den unerwünschten Bewohnern „den Marsch blasen“. Das geschieht in Form einer öffentlichen Probe der Kapelle am Samstag, 20. Juni, von 16.30 bis 18.30 Uhr am Dorfweiher.

Das Aktionsbündnis „Stammheim ist bunt“ regiert damit auf einen Vortrags- und Grillnachmittag, zu dem „Die Rechte“ an diesen Nachmittag eingeladen hat. Bernhard Seißinger wird die Stücke bei der Probe anmoderieren und dabei an die Verbrechen während der NS-Zeit erinnern. Im Vorfeld ist ab 15 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Gemeinsam für Menschlichkeit, Frieden und Toleranz“.

Zu Wort kommen dabei Bürgermeister Horst Herbert (CSU), der Schweinfurter Landrat Florian Töpper, Claus Seifert (beide SPD) aus Scheinfeld, der ebenfalls Bürgermeister einer widerstandserfahrenen Gemeinde ist, sowie Martin Becher (Bad Alexandersbad), Geschäftsführer des Bayerischen Bundes für Toleranz, und Burkhard Krapf, der „Stammheim ist bunt“ koordiniert. Gerd Völk wird ein Statement von Josef Schuster verlesen, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden. Es trägt den Titel „Was bedeutet die Ansiedlung der Landeszentrale für die jüdische Gemeinde in der Region?“

Nach der Probe bezieht eine Mahnwache Stellung vor der Landeszentrale der Rechten. Die Feuerwehrjugend sorgt für das leibliche Wohl und hält am Abend ihre Sonnwendfeier. Einen Teil des Erlöses will sie der Organisation „Exit“ spenden, die Aussteigern aus der rechten Szene hilft.

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