Gerolzhofen

Der Koffer für die Reise in den Tod

Von den 30 vom NS-Regime 1942 verschleppten letzten aus Gerolzhofen stammenden Menschen jüdischen Glaubens hat niemand überlebt. Zwei KZ-Koffer erinnern künftig an sie.
Dieser Metallkoffer wird künftig in Gerolzhofen an die Verschleppung und Ermordung der letzten Menschen jüdischen Glaubens aus der Stadt im Jahr 1942 durch das NS-Regime erinnern. Foto: Norbert Vollmann
Der schwere Koffer, der momentan noch zuhause bei Evamaria Bräuer steht, muss jetzt nur noch abgeholt werden. So wie damals als 1942 die letzten Mitglieder der jüdischen Gemeinde aus Gerolzhofen zur Deportation in die vom nationalsozialistischen Regime errichteten Menschenvernichtungslager gebracht wurden, die sie verniedlichend Konzentrationslager nannten. Es war ihre letzte Reise ins KZ, wo sie in den Gaskammern systematisch umgebracht wurden. Genau genommen sind es zwei identische metallene Koffer, die künftig zusätzlich an die vom nationalsozialistischen Regime ausgelöschte hiesige jüdische Gemeinde ...
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