SCHWEINFURT

Der VR-Bank ein Gesicht gegeben

Bei einer Feierstunde wurden die Verdienste von Peter Oppolzer (Bildmitte mit Frau Ingrid) für die VR-Bank von Bernhard Kröner und Wolfgang Schech (von links) sowie von Frank Hefner und Rainer Wiederer (von rechts) gewürdigt.
Bei einer Feierstunde wurden die Verdienste von Peter Oppolzer (Bildmitte mit Frau Ingrid) für die VR-Bank von Bernhard Kröner und Wolfgang Schech (von links) sowie von Frank Hefner und Rainer Wiederer (von rechts) gewürdigt. Foto: Martina Müller

Aufsichtratsvorsitzender Bernhard Kröner charakterisierte Direktor Peter Oppolzer, Vorstand der VR-Bank-Schweinfurt eG, als „zielstrebig, fleißig und verlässlich“, also als einen Mann, den man ungern ziehen lasse. Zum 30. November scheidet Oppolzer aus dem aktiven Berufsleben aus. Verabschiedet wurde der Direktor schon jetzt im Rahmen einer Feierstunde im Saal des Ruderclubs.

Bank zum Anfassen

In seinem Großwort hob Oberbürgermeister Sebastian Remelé die Kundenfreundlichkeit der „Bank zum Anfassen“ heraus, die mit einem „dichten Filialnetz vor Ort“ sei. Dank sagte der OB für die vielen Zuwendungen der Genossenschaftsbank an gemeinnützige Einrichtungen. Auch damit habe Direktor Oppolzer der „VR-Bank ein Gesicht gegeben“. Erfreulich gut laufe die Zusammenarbeit zwischen VR-Bank und der Sparkasse, was das Überleben von Filialen auch auf dem flachen Land ermögliche, so Remelé.

Lebenslanges Lernen

Die Vorstandskollegen Direktor Frank Hefner und Direktor Wolfgang Schech präsentierten ein „besonderes Lebenswerk eines besonderen Menschen“. Nach der Realschule absolvierte Oppolzer ab Mai 1955 die Lehre zum Bankkaufmann bei der Städtischen Sparkasse in Schweinfurt, für die er anschließend in vielen Filialen als stellvertretender und als Leiter tätig war.

Es folgten Berufserfahrungen bei der Noris Bank (1978 bis 1981) und bei der Bank Schilling (bis Ende 1983). Mit der Genossenschaftsbank fand Oppolzer dann eine berufliche Heimat, „die sich mit meinen Wertvorstellungen“ deckte. Die Fusion der Volks- und der Raiffeisenbanken lag damals ein Jahrzehnt zurück. Der Ausbau des Filialnetzes war noch nicht abgeschossen.

Engagement für die Ausbildung

In der Volksbank Werneck erlebte Oppolzer diese auf Wachstum ausgerichteten Jahre und nutzte die Chancen der Weiterbildung. Gleichzeitig engagierte er sich im Bereich der Ausbildung – etwa als ehrenamtliches Mitglied im IHK-Prüfungsausschuss. Hefner und Schech stellten Oppolzer auch als Pionier bei der Einführung digitaler Techniken in der Bank vor.

Ab 1985 schrumpften im Bereich der Geldinstitute der Genossenschaften die Anzahl von Banken und Filialen als Nachwirkung des Zusammenschlusses von 1972. Gleichzeitig legten die Volksbanken bei den Marktanteilen und bei den Mitgliederzahlen zu. Peter Oppolzer schloss 1995 die Fortbildung zum Bankbetriebswirt ab, bekam 1997 Prokura und war maßgeblich am Aufbau der durch Fusion jetzt großen VR-Bank Schweinfurt beteiligt. Seit 2008 gehört er dem Vorstand an. Aktuell beschäftigt das Geldinstitut 200 Mitarbeiter.

Heimat geschaffen

Dass die Kundennähe trotz Standortschließungen gewachsen sei, daran habe der „immer freundliche, kollegiale und korrekte“ Peter Oppolzer entscheidend mitgewirkt, so Hefner und Schech. Rainer Wiederer, Präsident des VR-Bezirksverbands, stufte Oppolzer als Beispiel für das erfolgreiche lebenslange Lernen eines „Vorausdenkers, Durchstarters, Herausfinders und Durchsetzers“ ein, der „mit Geld aus der Region für die Region Heimat geschaffen hat“. Dazu passe das Engagement von Oppolzer für die VR-Bank-Stiftung, die dieser mit Kollegen ins Leben gerufen habe.

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