Waldsachsen

Der Wald braucht Regen

Die Setzlinge kamen im Eimer bei der Infoveranstaltung der FBG mit. Im Bild links Thomas Helmschrott und Lukas Zier, rechts Geschäftsführer Johannes Neubauer.  Foto: Roland Frühwacht

Wie werden Setzlinge von jungen Bäumen fachgerecht im Wald gepflanzt? Zu diesem Thema bot die Forstbetriebsgemeinschaft Schweinfurt (FBG) eine Informationsveranstaltung für private und kommunale Waldbesitzer an.

"Gerade so ein verregneter Tag ist ideal für dieses Vorhaben", betonte Thomas Helmschrott. Der Forsttechniker der Gemeinde Schonungen zeigte das Setzen der Pflanzen den zehn Teilnehmern in einem gezäunten Bereich des Schonunger Gemeindewaldes mit Naturverjüngung. Mit Nachdruck verwies er darauf, dass die jungen Setzlinge – falls nicht sofort eingepflanzt- zunächst "einzuschlagen" seien. Sie müssten bei Ankunft auf der Pflanzfläche im Wald in eine Erdfurche gelegt und mit Erde bedeckt werden, um einen Austrockenen der feinen Haarwurzeln zu vermeiden.

Thomas Helmschrott und sein Mitarbeiter im Schonunger Forstbetrieb, Lukas Zier, wählten an diesem Regentag eine schlammige Pfütze, als sie es den Teilnehmern in der Praxis zeigten. Bei der Pflanzung wurde der Hohlkehlspaten zum Einstechen verwendet und ein Erdpfropfen ausgehoben und dann der Setzling eingebracht und das Loch mit Erde ausgefüllt. Dabei zeigte sich, dass der Waldboden in 25 bis 30 Zentimeter Tiefe noch wenig feucht ist, trotz der häufigen Regenfälle der letzten Tage. "Der früher verwendete Setzspaten wird heutzutage nicht mehr verwendet", berichtete Thomas Helmschrott. Falls Setzlinge zugekauft würden, solle man auf die PEFC-Zertifizierung, ein Gütesiegel der europäischen Holz- und Forstwirtschaft, der Baumschule achten.

Pflanzwerkzeuge und Baumschutzhüllen

Ehe die Gruppe sich in den Wald aufmachte, zeigte Thomas Helmschrott verschiedene Pflanzwerkzeuge und Baumschutzhüllen im Forstbauhof der Gemeinde Schonungen in Waldsachsen. "Es ist wichtig, das richtige Pflanzgut für den jeweiligen Standort zu verwenden", so Helmschrott. Ideal wären Pflanzen aus der unmittelbaren Umgebung wie dies im Fall von Naturverjüngung zutrifft, die jeder für das Ausbringen in seinem Wald verwenden könne. Die Klimaänderung und das vermehrte Auftreten von Schädlingen erforderten eine sorgfältige Auswahl der Baumarten. So habe man im Gemeindewald Schonungen nahe dem Ortsteil Hausen schon versuchsweise die Libanon-Zeder gepflanzt. Jedoch könne man über den Erfolg erst in einigen Jahren eine Aussage treffen, räumte er ein.

So war auch der trockene Sommer mit wenigen Starkregenereignissen und der ausgedehnte Landregen im Winter ein wesentliches Diskussionsthema für die Teilnehmer mit Blick auf die zukünftigen Baumarten in unserer Region.

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