Oberschwarzach

Die Feuer loderten im Schlosshof

Sprühende Feuer sorgten für äußerliche Wärme und verkündeten den traditionellen Winterzauber im Schlosshof Oberschwarzach. Damit es den Gäste innerlich warm wurde, gab es leckeren Glühwein. Foto: Peter Pfannes

Der neue Backofen, den der Förderverein vom Schloss Oberschwarzach in den Schlosshof gebaut hat, funktioniert prima. Mit frisch gebackenem Handbrot verwöhnten die ehrenamtlichen Helfer am Samstag beim traditionellen Winterzauber ihre Gäste. Wärmende Lagerfeuer sorgten bei ungemütlichem windigen Wetter für ein kuscheliges Miteinander in traumhaftem Schlossambiente.

Während bereits am Vormittag die frisch geschlagenen Weihnachtsbäume reißenden Absatz fanden, stand am Nachmittag der Jagdabschluss mit dem Forstbetrieb Ebrach und den Jagdhornbläsern aus Gerolzhofen im Mittelpunkt. Wegen einer Protestaktion der Nationalpark-Befürworter begann der Jagdabschluss verspätet. Etwa 80 Jäger hatten sich zu früher Stunde auf die Jagd begeben, um sie mit dem symbolischen Akt zu beschließen.

Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner wies auf das Reh und das Wildschwein hin, die im Schlosshof für die erlegte Jagdstrecke platziert wurden. Trotz des starken Windes, der eigentlich für eine Jagd ungünstige Verhältnisse schuf, seien 18 Wildschweine und 36 Rehe erlegt worden, so der Forstbetriebschef. Er erläuterte kurz die Bedeutung der Jagd für das ökologische Gleichgewicht. Sein Dank galt den Akteuren des Fördervereins und dem heuer verstorbenen Revierförster Volker Conrad für seine langjährige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.

Eingangs hatte Dietmar Herold vom Förderverein Schloss Oberschwarzach die kleinen und großen Besucher begrüßt. Er freute sich, dass trotz des feuchten Wetters viele Gäste zur fünften Auflage des Winterzaubers gekommen waren, darunter Bürgermeister Manfred Schötz und Dirigent Bernd Geißel mit seinen Jagdhornbläsern aus Gerolzhofen.

Der Förderverein mit seinen 135 Mitgliedern habe es sich auf die Fahne geschrieben, das Schloss öffentlich zu halten, erklärte Vorsitzender Willi Groha. Der Erlös aus dem Winterzauber und anderen Festlichkeiten werde deshalb für den Erhalt des Areals verwendet, das sich seit geraumer Zeit im Eigentum der Gemeinde befindet.

Mit einem Gedicht hieß Guido Plener, die Symbolfigur des Oberschwarzacher Schlossherrn die Gästeschar willkommen: "Vom Winterzauber erleuchtet ist das Schloss, tausend Lichter flimmern hinter Mauern, könnt´ das nicht den ganzen Winter dauern?" Plener hatte noch einen Blickfang mit in den Schlosshof gebracht. Im offenen Turmeingang zeigte er seine südländische Weihnachtskrippe, die er vor zwei Jahren mit zwei jungen irakischen Flüchtlingen gebaut hatte.

Bürgermeister Manfred Schötz lobte den Einsatz der Veranstalter: "Dieser Winterzauber ist einfach super für unseren Ort." Das sanierungsbedürftige Schloss werde Zug um Zug mit Leben erfüllt. "Das freut mich besonders", so der Ortschef. Ohne die ehrenamtlichen Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen sei in Oberschwarzach vieles nicht machbar und bezahlbar. Neben dem Förderverein kümmerte sich der Gartenbauverein um die Bewirtung der Gäste und Kaufinteressenten im Schlosshof. Der Kindergarten mit seinem Elternbeirat servierte Kartoffelspiralen, Plätzchen, Marmelade und Gebasteltes. Am Lagerfeuer konnten sich die Kinder Stockbrot auf Spießen braten.

Am Lagerfeuer im Oberschwarzacher Schlosshof hatten die Mädchen und Buben ihre Freude – eine gute Gelegenheit, bei ungem... Foto: Peter Pfannes
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Der Kindergarten und sein Elternbeirat präsentierten in der Scheune des Oberschwarzacher Schlosses schmuckes Selbstgebas... Foto: Peter Pfannes

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