SCHWEINFURT

Die Jungfernfahrt der neuen „Henneberg“

Flott unterwegs auf dem Main: Das neue Boot der Schweinfurter Wasserschutzpolizei wurde wie sein Vorgänger auf den Namen „Henneberg“ getauft.
Flott unterwegs auf dem Main: Das neue Boot der Schweinfurter Wasserschutzpolizei wurde wie sein Vorgänger auf den Namen „Henneberg“ getauft. Foto: Katja Glatzer

Mit einem Tempo von fast 40 Stundenkilometer geht es den Main aufwärts in Richtung Schonungen. Es ist die Jungfernfahrt des neuen Streckenbootes der Wasserschutzpolizei Schweinfurt, der WSP 23. Und ein Schauspiel, denn auf der Wasserstraße folgen der neuen „Henneberg“ – auf diesen Namen wurde das Boot getauft – die alte „Henneberg“ sowie die Streckenboote der Wasserschutzpolizei aus Würzburg und Bamberg.

Mit der neuen „Henneberg“ können die sieben Mitglieder der Schweinfurter Wasserschutzpolizei nun den gestiegenen Anforderungen ihres Berufes gerecht werden. Auf einer Wasserstraße von mehr als 60 Kilometern sind sie beispielsweise verantwortlich für die Überwachung und Kontrolle der Berufs- und Freizeitschifffahrt, die Abwehr von Gefahren oder für die Aufnahme von Schiffsunfällen. Auch die Vermisstensuche oder das Überwachen von Veranstaltungen gehört zu ihren Aufgaben.

Optimale Arbeitsbedingungen

32 Jahre lang hatte das alte Schiff seinen Dienst getan, nun wurde es durch ein neues im Wert von etwa 900 000 Euro ersetzt. Mit einem geringen Dieselverbrauch, modernsten Radar- und Hydraulikanlagen soll es für optimale Arbeitsbedingungen bei Tag und Nacht sorgen. Dies gebührend zu feiern, ließ sich das Polizeipräsidium Unterfranken nicht nehmen. Polizeivizepräsident Olaf Schreiner begrüßte die Gäste am Jugendgästehaus an der Schweinfurter Mainlände und explizit die Frau des Schweinfurter Oberbürgermeisters, Monika Remelé, die als Taufpatin der neuen „Henneberg“ auftrat. Es sei ihm bewusst, so Schreiner, dass die Anschaffung der WSP 23 einen „Kraftakt“ für den Haushalt bedeutet hat. Er bedankte sich bei der Staatsregierung, „dass die Mittel so schnell geflossen sind und wir unsere Flotte erneuern konnten“. Der Mannschaft wünschte Schreiner „allzeit gute Fahrt“ und „die berühmte Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

Lob für die Polizeiarbeit

Der Staatssekretär des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren, für Bau und Verkehr, Gerhard Eck, lobte insgesamt die Arbeit der bayerischen Polizei. Wer Polizist ist, habe keinen normalen Beruf – den Polizistenberuf müsse man leben, so Eck. Die Investition in das neue Schweinfurter Streckenboot bezeichnete er als sinnvoll: „Es ist wichtig, dass unsere Wasserschutzpolizei mit modernsten Gerätschaften und moderner Technik ausgestattet ist.“

Oberbürgermeister Sebastian Remelé ging auf die Geschichte der Schweinfurter Wasserschutzpolizei ein und wies darauf hin, dass die Umschlagzahlen am Schweinfurter Hafen gestiegen sind. „Von jährlich 360 000 Tonnen die uns erreichen, handelt es sich bei etwa der Hälfte um Gefahrengüter. Das muss überwacht werden.“ Der Kreuzfahrttourismus auf dem Main sei stetig gestiegen ebenso wie die Freizeitgestaltung auf dem Fluss (zum Beispiel Rudern oder Kanufahren). Auch bei Veranstaltungen wie beispielsweise dem Schlauchbootrennen „Rotarian Rowdy River Raft Race“ sei der Einsatz der Wasserschutzpolizei gefragt.

Von Jesus, der über das Wasser lief, um seinen Jüngern zu helfen, erzählte indes Diakon Norbert Holzheid in einem kleinen Gottesdienst. Zusammen mit Dekan Werner Kirchner segnete er die „Henneberg“, bevor diese zur Jungfernfahrt auf dem Main aufbrach. Der Name des Bootes geht übrigens auf das Adelsgeschlecht der „Henneberger“ zurück, deren Angehörige auch im Raum Schweinfurt weilten.

Die Wasserschutzpolizei

Mit dem Ausbau des Mains zur Schifffahrtsstraße wurde in Schweinfurt 1963 eine Wasserschutzpolizei eingerichtet. Seit der Polizeireform 2006 gehört sie der Polizeiinspektion Schweinfurt an. Der Dienstbereich erstreckt sich auf die Gewässer der Region Main-Rhön und 62 Kilometer entlang der Bundeswasserstraße Main – von der Schleuse Gerlachshausen bis zur Schleuse Limbach. Der Dienstbereich der Wasserschutzpolizei Schweinfurt ist mit einer Fläche von 4100 Quadratmetern größer als das Saarland. Quelle: PI SW

Viele Gäste aus der Politik: Über die Schiffstaufe freuten sich (siehe Bild oben, v.l.) Polizeivizepräsident Olaf Schreiner, Staatssekretär Gerhard Eck, Peter Fehn, Taufpatin Monika Remelé, Adi Schön und Bernhard Stephan.
Viele Gäste aus der Politik: Über die Schiffstaufe freuten sich (siehe Bild oben, v.l.) Polizeivizepräsident Olaf Schreiner, Staatssekretär Gerhard Eck, Peter Fehn, Taufpatin Monika Remelé, Adi Schön und Bernhard Stephan.

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