Schweinfurt

Die Schweinfurter verbrauchen deutlich weniger Trinkwasser

Chancen für eine weitere positive wirtschaftliche Entwicklung sehen die Stadtwerke bei der Fernwärme aus dem Gemeinschaftskraftwerk. Diese wird einmal in die Konversionsgebiete geliefert. Der Ersatz von Steinkohle durch getrockneten Klärschlamm und Altholz kann die Erzeugungskosten drosseln. Foto: Gerd Landgraf

"2018 war erneut ein erfolgreiches Jahr", schreibt Geschäftsführer Thomas Kästner in dem jetzt vorgelegten Geschäftsbericht der Stadtwerke für das vergangene Jahr. Der "Supersommer" hat trotz Trockenheit und Hitze keinerlei Probleme bei der Trinkwasserversorgung bereitet, weshalb die Stadtwerke an benachbarte Versorgungsgesellschaften eine Million Kubikmeter Trinkwasser im Jahr verkaufen wollen, wodurch dann der seit 2004 zu notierende Abnahmerückgang ausgeglichen wäre.

Das Freibad im Silvana legte bei der Anzahl der Gäste gegenüber 2017 um 37 Prozent auf 80 000 Besucher zu. In seinem Vorwort geht Kästner auch auf die Modernisierung des Fuhrparks für den Stadtbus durch jährlich vier Neuanschaffungen und auf die flotte Erschließung der Konversionsgebiete mit Wasser, Strom, Fernwärme und Glasfaser ein.

Im Rahmen der "Daseinsvorsorge" stehen die 340 Mitarbeiter der Stadtwerke in der Pflicht, die Schweinfurter mit Energie und Trinkwasser zu versorgen. Auch hat das Unternehmen für einen funktionierenden ÖPNV zu sorgen, es unterhält das Sport- und Freizeitbad Silvana, bietet mit der RegioNet Telekommunikationsleistungen (Internet, Telefonie und TV), hat einen Windpark bei Forst und besitzt oder ist an mehreren Photovoltaik-Anlagen beteiligt. Unter den weiteren Beteiligungen sind vor allem das Mainkraftwerk (Staustufe Schweinfurt) und das Gemeinschaftskraftwerk am Hafenbecken zu nennen. Bei der Windkraft wurden die bereits nach unten korrigierten Prognosewerte nicht erreicht. Die Stromerzeugung der Photovoltaik-Anlagen verlief besser als geplant. 

Jahresgewinn rückläufig

Gegenüber dem Vorjahr ist bei der Bilanzsumme ein leichter Anstieg von 143 auf 146 Millionen Euro zu verzeichnen. Bei nahezu gleichen Umsatzerlösen (123 Mio. Euro) schrumpfte der Jahresgewinn von sechs auf 5,6 Millionen Euro. Bei der Netzmenge für das 838 Kilometer lange Sromleitungsnetz (ohne Hausanschlüsse) summierten sich 784,2 Millionen Kilowattstunden, bei der Erdgasversorgung (Rohrnetz ohne Hausanschlüsse 348 Kilometer) 742 Millionen Kilowattstunden.

Das Wasserwerk schickte im vergangenen Jahr  4,7 Millionen Kubikmeter in das 321 Kilometer lange Rohrnetz. Die höchste Tagesabgabe lag bei 19 251 Kubikmeter (2017: 17 385). Der Fernwärmebezug (Rohrnetz 52 Kilometer) ist mit 95,8 Millionen Kilowattstunden angegeben. Die RegioNet bediente 11 272 Wohneinheiten. Der Stadtbus beförderte 7,4 Millionen Kunden. Der Güterumschlag im Hafen lag bei 337 170 Tonnen. Das Silvana hatte über das ganze Jahr hinweg 307 629 Gäste (Vorjahr: 266 806).

Insgesamt stellt sich das Geschäftsjahr 2018 gegenüber 2017 als leicht rückläufig dar, entwickelte sich jedoch deutlich besser als prognostiziert, was im Jahresbericht als"äußerst positiv" bewertet wird. 

Steigende Investitionen

Beim Blick auf das laufende Jahr sind steigende Investitionen für die Erschließung der ehemals von der US Army genutzten Flächen (75 Hektar) notiert. Bei der Stromversorgung sind hierfür 6,5 Millionen, beim Erdgasnetz 2,3 Millionen Euro genannt. Bei der Wasserversorung werden sich die Investitionen auf knapp 9,5 Millionen Euro erhöhen, was vor allem auf den geplanten Bau der Trinkwassertransportleitung zu den benachbarten Versorgungsgesellschaften zurückzuführen ist. Die Anschaffung von wiederum vier neuen Stadtbussen ist mit rund einer Million Euro veranschlagt. Trotzdem ist ein Jahresüberschuss auch für 2019 vorhergesagt, allerdings nur noch in Höhe von unter vier Millionen Euro.   

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