Ebrach

Die Tür zur verschlossenen Welt des Strafvollzugs

In Ebrach fand jetzt die konstituierende Sitzung des Anstaltsbeirates der örtlichen Justizvollzugsanstalt (JVA) statt. Die JVA Ebrach ist Bayerns größtes Jugendgefängnis.
In Ebrach fand jetzt die konstituierende Sitzung des Anstaltsbeirates der örtlichen Justizvollzugsanstalt (JVA) statt. Die JVA Ebrach ist Bayerns größtes Jugendgefängnis. Hier sitzen in der Regel die ganz schweren Jungs ein, vom Drogendealer und Vergewaltiger bis zum Mörder.
In Ebrach fand jetzt die konstituierende Sitzung des Anstaltsbeirates der örtlichen Justizvollzugsanstalt (JVA) statt. Die JVA Ebrach ist Bayerns größtes Jugendgefängnis. Hier sitzen in der Regel die ganz schweren Jungs ein, vom Drogendealer und Vergewaltiger bis zum Mörder. Foto: Norbert Vollmann

Mit Beginn der neuen Legislaturperiode des Bayerischen Landtags werden auch die Beiräte bei den Justizvollzugsanstalten neu gebildet. So fand jetzt auch die konstituierende Sitzung des Anstaltsbeirates der Justizvollzugsanstalt (JVA) Ebrach statt.

Die Beiträge leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer institutionalisierten und demokratisch legitimierten Beteiligung der Öffentlichkeit an den Aufgaben des Strafvollzugs. Ganz im Sinne des Bayerischen Strafvollzugsgesetz wirken die aus der Mitte des Landtags gewählten Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der Beiräte zusammen mit den bestellten weiteren Mitgliedern in ehrenamtlicher Tätigkeit bei der Gestaltung des Justizvollzugs und Betreuung der Gefangen mit.

Die Zusammensetzung der Beiräte gewährleistet, dass die Gesellschaft über gewählte Repräsentanten Einblick in die verschlossene Welt des Strafvollzugs erhält. Die Bestellung weiterer Mitglieder ermöglicht die Einbindung weiterer für den Vollzug besonders relevanter Bereiche der Gesellschaft.

Der Anstaltsbeirat der Justizvollzugsanstalt Ebrach setzt sich demnach in der 18. Legislaturperiode des Bayerischen Landtags wie folgt zusammen: ist MdL Holger Dremel (Vorsitzender), MdL Ursula Sowa (stellvertretende Vorsitzende), Landrat MdL Johann Kalb (Bamberg), Bürgermeister Max- Dieter Schneider (Ebrach), Brigitte Glos (Agentur für Arbeit Coburg) und Werner Herold (Handwerkskammer Oberfranken).

Die Mitglieder des Beirats geben wertvolle Impulse von außen für den Justizvollzug. Sie unterstützen den Anstaltsleiter durch Anregungen und Verbesserungsvorschläge und helfen bei der Eingliederung der Gefangenen nach der Entlassung.

Aufgrund ihrer Schlüsselstellung in der Öffentlichkeit als Abgeordnete können insbe-sondere die Vorsitzenden und deren Vertreter Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit vermitteln und gleichzeitig kontrollierend tätig werden. Die Kontrollfunktion besteht dabei nicht in einer Rechts- oder Fachaufsicht, sondern in beratender und vermittelnder Funktion. Diese erfasst neben den Gefangenen auch die Belange des Personals.

Die Beiratsmitglieder können Wünsche, Anregungen und Beschwerden von Gefangenen entgegennehmen. Sie können sich unterstützt von der Anstaltsleitung umfassend über die Belange der Gefangenen unterrichten lassen und hierzu die Anstalt besichtigen. Sie sind berechtigt, Gefangene in ihren Räumen aufzusuchen.

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Beirats in Ebrach wurden auch die ausscheidenden Beiratsmitglieder der 17. Legislaturperiode des Bayerischen Landtags verabschiedet. Hierbei handelte es sich um Joachim Aksak (Agentur für Arbeit Coburg/Bamberg), Peter Schirmer (Handwerkskammer Oberfranken), MdL Inge Aures (stellvertretende Vorsitzende seit 2008), MdL Heinrich Rudrof (Vorsitzender seit 1998).

Gerhard Weigand, der Leiter der Justizvollzugsanstalt Ebrach, bedankte sich bei den ausgeschiedenen Beiratsmitgliedern für ihr großes ehrenamtliches Engagement mit einem in den Arbeits-therapeutischen Betrieben der JVA Ebrach hergestellten Präsent.

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