SCHWEINFURT

Die große alte Dame der SPD

AmandaKäß

Amanda Käß, die große alte Dame der Schweinfurter SPD und der Arbeiterwohlfahrt, (AWO) ist tot. Sie starb am Donnerstag im Alter von 94 Jahren. Am Donnerstag, 16. Oktober, 14.45 Uhr, findet die Trauerfeier für die Verstorbene im Hauptfriedhof statt.

Amanda Käß (geborene Wagner) kam am 26. November 1919 in Schweinfurt zur Welt. Nach Schulbesuch und Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau arbeitete sie von 1938 bis 2001 in einem eingesessenen Schweinfurter Uhren- und Schmuckgeschäft. Von der Auszubildenden stieg sie über die Filialleiterin bis zur Geschäftsführerin auf. 1942 heiratete sie Hans Käß, der bereits 1943 bei Stalingrad fiel. Im selben Jahr wurde ihre Tochter Ingrid geboren. Amanda Käß verbrachte die Kriegszeit in Schweinfurt, wurde ausgebombt, verschüttet, verwundet. Nach dem Krieg war sie bei der AWO ehrenamtliche Helferin in der Aufbauarbeit von Gretel Baumbach, bevor sie 1960 AWO-Mitglied wurde.

Von 1971 bis 2000 war sie stellvertretende Vorsitzende des AWO-Bezirksverbandes. Unter anderem arbeitete sie für die Hans-Weinberger-Akademie, das Parkwohnstift Bad Kissingen, die Kinder-Reha-Klinik Bad Binz auf Rügen. Sie war von 1974 bis 1995 Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes und seit 1995 dessen Ehrenvorsitzende.

Über 30 Jahre lang hat Amanda Käß die Stadtranderholung im AWO-Heim Jägerwiese betreut. Fast 60 Jahre lang – seit 1955 – war sie Mitglied der SPD, mit vielen Funktionen im Ortsverein und in der AsF. Von 1978 bis 1990 war sie SPD-Stadträtin mit den Arbeitsschwerpunkten Soziales, Krankenhaus, Wohnungsbau und Kultur. Von 1982 bis 2008 war sie im Seniorenbeirat tätig, seit 1990 als stellvertretende Vorsitzende. Über 30 Jahre verbrachte sie den Heiligen Abend mit Bedürftigen bei der „Sozialweihnacht“ der Stadt. Ehrenamtlich engagiert hat sie sich als Sozialrichterin, als Schöffin, als Vorstandsmitglied beim VdK, beim ASB und bei den Naturfreunden.

Für Amanda Käß' unermüdliches Engagement sprechen zahlreiche Ehrungen von SPD, Naturfreunden, VdK, ACV und IHK. Das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt sie 1978, die Stadtmedaille der Stadt Schweinfurt 1990 und das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse 1995. Die AWO ehrte sie mit der Hans-Weinberger-Ehrennadel, der Marie-Juchacz-Plakette und der AWO-Ehrennadel in Silber und Gold. Foto: WFM

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